USDA-Mais

Größere US-Maisernte überrascht


Der Markt hatte eigentlich mit einer kleineren Schätzung der diesjährigen US-Maisernte gerechnet. Doch das amerikanische Landschaftsministerium (USDA) überraschte die Analysten mit einer Anhebung. Die Maiserträge kommen mit durchschnittlich 175,3 bushel/acre besser als erwartet herein und wurden im Vergleich zum Vormonat um 1,9 bushel/acre nach oben korrigiert. Die sehr guten Erträge schlagen sich in einer Aufwärtskorrektur der US-Ernte um 4,3 Mio. t auf 386,8 Mio. t nieder. Damit fällt die US-Ernte 12 Prozent größer als im Vorjahr aus.
 
Auf die US-Maisbilanz schlägt sich die größere Ernte aufgrund eines höheren Inlandsbedarf für die Ethanolindustrie nur bedingt nieder. Die Endbestände hob das USDA nur um 2,1 Mio. t auf 61 Mio. t an. Die Versorgung in den USA bleibt bei einem Verhältnis zu Endbeständen von 19,4 Prozent komfortabel. Bei der globalen Maisversorgung sieht es sogar noch reichlicher aus: bei den weltweiten Endbestände von 218 Mio. t liegt das Verhältnis von Endbeständen zum Verbrauch sogar bei 21,4 Prozent.
 
Die Chicagoer Börse reagierte auf die überraschende USDA-Schätzung mit Kursverlusten bei den Mais-Futures. Die Notierungen gaben nach Bekanntgabe der Zahlen zweistellig nach. (St) 
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