Märkte am Mittag

Große Spanne zwischen Geld und Brief

“Wir haben zwischen Geld und Brief eine Differenz von 7 bis 8 €/t, das habe ich noch nicht erlebt”, beschreibt ein Händler die extrem unterschiedlichen Preisvorstellungen. Die Mischfutterindustrie hat sich in den vergangenen Wochen mit günstigem Futterweizen eingedeck, der über Brake aus dem Baltikum angeliefert wurde. Zwar gibt es Interesse an Abschlüssen für das erste Halbjahr 2016, doch mangels Offerten kommen nur kleine Abschlüsse zustande. An der Matif wird die Hoffnung der Landwirte auf höhere Preise heute nicht genährt. Zum Wochenschluss verzeichnet der Septemberweizen leichte Verluste auf 176 €/t. Mais kann beim Frontmonat leicht auf 162,25 €/t zulegen, verliert auf späteren Terminen. Nur wenig bewegt sich auch Raps, der mittags mit 368,50 €/t um 0,25 €/t nachgibt.

Die Silomaisernte kommt in Niedersachsen nur langsam voran. Vor allem im Westen und Norden sind die Trockensubstanzgehalte noch zu niedrig. Sollte es in den nächsten Tagen warm und trocken bleiben, könnte die Ernte der frühen Sorten in etwa einer Woche starten. Die Küstenregion hinkt in ihrer Entwicklung deutlich hinterher. Die TS-Gehalte bei frühen Sorten lagen in der letzten Woche um 24 Prozent in der Gesamtpflanze und um 45 Prozent im Kolben, so dass die Bestände hier noch mindestens zwei Wochen brauchen werden, um optimale Werte zu erreichen, schätzen die Berater der Landwirtschaftskammer. (SB)
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