Märkte am Morgen: Getreide

Großes Angebot drückt

Weizen: Die etwas schwächeren Vorgaben der Chicagoer Börse drückten auch die Matif-Notierungen in roten Bereich. Der Mai schloss in Paris nach einem leichten Kursverlust mit 163,75 €/t noch knapp behauptet. Der Dezember-Termin notierte mit 172,50 €/t unverändert wie am Vortag. Am Hamburger Markt waren die Prämien am Kassamarkt mit einem Aufgeld von 4 bis 5 €/t auf Matif-Mai unverändert.
 
Die Weichweizenexporte aus der EU liegen mit 18,3 Mio. t in dieser Kampagne rund 18 % unter dem  vergleichbaren Vorjahreswert. Die Exporte werden zwar 509.000 t höher als in der Vorwoche ausgewiesen, doch unter Berücksichtigung der korrigierten Werte der Vorwoche leiten sich nur neue Weichweizenexporte von 237.000 t ab. Der Markt wartet auf das Ergebnis des Algerien-Tenders. Die Offerten hierfür lagen um die 200 US-$/t cif. Frankreich rechnet sich wieder größere Chancen im Algerien-Geschäft aus.
 
In Chicago ruderten die Weizenkurse 6,4 Cent/bushel für die vorderen Termine zurück. Der Mai notierte mit 4,23 US-$/bushel. Niederschläge in den US-Plains drückten auf die Stimmung. Die höher als erwarteten wöchentlichen US-Exportzahlen von 568.000 t Weizen konnten den Tagestrend nicht drehen.
 
Die ausgezeichnete globale Weizenversorgung und große Bestände drücken. Die FAO erwartet auch für dieses Wirtschaftsjahr eine sehr gute Weltgetreideernte, die das Rekordniveau des Vorjahres nur knapp verfehlen soll.
 
Mais: Gedrückte Weizenkurse ließen den Mais in Chicago etwas schwächer schließen. Die Futures verloren trotz der ansehnlichen wöchentlichen US-Maisexporte von 1,14 Mio. t für die vorderen Termine 4 Cent/bushel. Der Mai notierte mit 3,61 US-$/bushel.
 
Mais/Gerste: In Paris schloss Mais für Juni mit 171,25 €/t in einem sehr ruhigen Handel etwas schwächer. Die Mais-Importe der EU haben sich in diesem Wirtschaftsjahr auf  8,34 Mio. t summiert und liegen 24 % den Vorjahreswerten. In dieser Woche wurden neue Maiseinfuhren von 192.000 t registriert.
Der Gerstenexport der EU liegt mit 54 % und einer Gesamtausfuhr von rund 4 Mio. t erheblich hinter dem Vorjahreswert zurück. In der Berichtswoche wurden neue Gerstenexporte von 93.000 t abgeschlossen. (St) 
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