MARS

Gute Aussichten für neue Ernte

Die neue Getreideernte in der EU wird nach aktueller Einschätzung überdurchschnittlich ausfallen.
-- , Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Die neue Getreideernte in der EU wird nach aktueller Einschätzung überdurchschnittlich ausfallen.

In weiten Teilen der EU sind die Wintersaaten in guter Verfassung. Das bescheinigt der EU-Prognosedienst MARS den Beständen in seinem jüngsten Report. Durch einen insgesamt milden Winter seien die Pflanzen weit in ihrer Entwicklung vorangeschritten, heißt es im Bericht von Montag.

So sind in Frankreich die Weichweizenbestände ihrer Entwicklung im Vergleich zu Normaljahren etwa 15 Tage voraus, schreiben die Experten. In Deutschland sei der Winter generell nasser und milder verlaufen als üblich. Schärfere Fröste im Januar hätten nach bisherigen Erkenntnissen keine größeren Winterschäden nach sich gezogen.

Anders ist die Lage in Polen: Besonders im Nordwesten waren die Pflanzen bei starken Frösten Anfang Januar ungeschützt. In diesen Regionen seien erhebliche Winterschäden zu verzeichnen, so MARS. Insgesamt beziffern nationale polnische Quellen die Frostschäden bei Getreide landesweit auf durchschnittlich 10 Prozent und bei Raps auf 25 Prozent.

Die EU-Experten nehmen in dem Report Ertragsschätzungen für die neue Ernte vor. Demnach sollen die EU-Weichweizenerträge zur Ernte 2016 voraussichtlich 5,96 (Vorjahr: 6,26) t/ha erreichen. Das ist ein Minus um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber 2,3 Prozent mehr als im fünfjährigen Durchschnitt. Die Wintergerstenerträge beziffert MARS mit 5,82 (6,12) t/ha, ein Minus von 4,9 Prozent gegenüber 2015, aber 4,4 Prozent mehr als im fünfjährigen Durchschnitt. Die Roggenerträge sollen zur neuen Ernte 3,85 (3,93) t/ha erreichen, das sind 2 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 2,9 Prozent mehr als im mehrjährigen Schnitt. Bei Raps geht MARS von 3,31 (3,35) t/ha aus. (pio)
stats