Märkte am Mittag

Händler suchen Orientierung


Nach den Feiertagen suchen die Marktbeteiligten heute nach Orientierung. Im Nordwesten kommt der Handel zu Wochenbeginn nur schleppend in Gang. Die Mischfutterwerke sind für den Januar gut versorgt und halten sich weiter zurück. Steigen könnten die Preise allenfalls durch ungünstige Witterungsverhältnisse, wenn die Logistik beeinträchtigt wäre. Die Verarbeiter hoffen, dass die Landwirte nun doch damit beginnen, ihr Getreide zu vermarkten. Die Strategie des Handels, die in der Ernte teuer eingekaufte Ware zurückzuhalten und so für eine gewisse Preisstabilität zu sorgen, ist bisher nur bedingt aufgegangen.

Ein Grund für Zurückhaltung der Futtermühlen ist der schleppende Mischfutterabsatz. Terminkontrakte für Schweinefutter werden kaum abgeschlossen, weil viele Mäster unsicher sind, ob es sich überhaupt lohnt, Ferkel aufzustallen.

An der der Matif sind die Vorzeichen für Weizen und Raps heute rot. Der März-Kontrakt für Weizen verliert 1,00 €/t auf 172,50 €/t. Raps gibt um 2,00 €/t auf 372,00 €/t nach. Bei Mais ist keine klare Tendenz erkennbar. Der Frontmonat Januar legt um 2,50 €/t auf 147,00 €/t zu. Spätere Termine notieren bei leichten Gewinnen oder Verlusten seitwärts.

Der eskalierte Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hat unterdessen für steigende Rohölnotierungen gesorgt. Der Kurs der Sorte Brent kletterte zwischenzeitlich auf über 38 US-$/barrel (SB)
stats