Märkte am Mittag

Handel sucht Impulse


Der neue Frontmonat Mai an der Matif notiert heute gegen 13 Uhr mit 233,25 €/t, was einem kleinen Plus von 0,75 €/t gegenüber dem Vortag entspricht. Rapssaat zum Fronttermin Mai liegt mit 468,25 €/t um 2 €/t in den roten Zahlen, der Folgekontrakt August wird mit 423,50 €/t um 3,50 €/t schwächer bewertet als am Vortag. In Chicago zeigen sich die Weizen- und Soja-Futures von ihrer freundlichen Seite, die Sojabohne gibt weiter nach.

Ölmühlen warten ab

Die Handelstätigkeit beschreiben Händler und Makler am deutschen Kassamarkt für Raps und Weizen als ruhig. Die Ölmühlen zeigen sich aktuell eher abwartend, da die Verarbeitungsmargen schwach seien, heißt es. Die fallende Preistendenz stimmt Landwirte nach Angaben von süddeutschen Maklern zurückhaltend. Alterntige Rapssaat sei knapp, sagen Verarbeiter im Nordwesten, daher wird diese Ware „ihren Preis halten“.

Die Prämie für alterntige Rapssaat franko Salzgitter liegt heute bei 6 bis 7 €/t über Matif. Am Niederrhein wird eine Prämie von 10 €/t gewährt, am Oberrhein ist von 15 €/t die Rede.

Für die schwächere Tendenz an der Matif machen Marktteilnehmer hierzulande sowohl schwächere Vorgaben aus Chicago als auch schwache Verarbeitungsmargen der Ölmühlenindustrie verantwortlich. Internationale Analysten sehen die Kursschwäche an der Chicago Board of Trade zum einen darin begründet, dass es um die Verladeprobleme der neuen Sojabohnenernte in Brasilien wohl weniger schlimm bestellt sein soll als zunächst befürchtet.

US-Aussaatzahlen im Blick

Auch richtet sich der Blick mancher internationaler Beobachter schon auf den vierteljährlichen US-Lagerbestands- und Flächenbericht, den das US-Agrarministerium USDA am 28. März veröffentlichen wird. Sie rechnen damit, dass das Ministerium Erwartungen an eine Ausweitung der dortigen Sojafläche zur neuen Ernte bestätigt. Makler hierzulande geben zu bedenken, dass solche frühen Prognosen in der Regel wenig aussagekräftig seien.

Am Weizenmarkt beobachten Handel und Makler den Preisabstand zwischen alter und neuer Ernte. An der Matif beträgt diese Spanne aktuell rund 25 €/t zwischen den Terminen Mai und November 2013. Am deutschen Kassamarkt ist der Preisabstand gut 10 €/t breiter. Für alterntigen Weizen liegen die Preisideen am Oberrhein heute bei 245,00 bis 250,00 €/t, frei Mühle Braunschweig bei knapp 250 €/t. Die neue Ernte wird frei Mühle Braunschweig mit 208 bis 210 €/t für den Termin 9/12 bewertet, am Oberrhein sind 210 €/t zu hören.

Händler rechnen nicht damit, dass sich am Weizenmarkt vor Ostern eine größere Nachfrage einstellt. Bis dahin würden die Verarbeiter abwarten, ohnehin seien die gehandelten Mengen zuletzt enttäuschend ausgefallen. Momentan sei der Markt in einer impulslosen Phase. (pio)
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