Märkte am Mittag

Harvey bläst Kurse nach oben

Markttendenz
In den USA stehen Felder unter Wasser. In den betroffenen Gebieten wird Weizen und Soja angebaut.
Seit vergangenen Freitag tobt der Wirbelsturm "Harvey" über Texas und treibt jetzt auf die US-Bundestaaten Louisiana und Mississipi zu. In den Anbaugebieten von Texas stehen Baumwollfelder aber auch Mais und Weizen unter Wasser. Vor allem der Qualitätsweizen Hard Red Winter, der für den Export bestimmt ist, wird in den Regionen angebaut. Im Flussdelta stehen Sojabohnen. Nachdem schon der Sommerweizen in den USA durch widrige Witterungsverhältnisse im Frühjahr im Ertrag weniger bringen dürfte als in Normaljahren, sind US-Farmer auch um die Qualität des Weizens besorgt. Es wird Wochen dauern, bis die überfluteten Flächen wieder befahrbar sind. Hinzu kommt, dass ein Streifen von 600 km entlang des Golfes von Mexiko, lahm gelegt ist. Keine Schiffe können aus den Häfen auslaufen, die Düngerwerke sind abgeschaltet.

An der Chicagoer Börse befindet sich Dezember-Weizen nach seinem Tiefstand von 4,26 US-$/bushel wieder leicht im Aufwind und geht mit 4,32 US-$/bushel in den Handel am heutigen Mittwoch. An der Matif stehen die Signale ebenfalls beim Weizen auf grün. Der Dezember-Kontrakt gewinnt 2,50 auf 160 €/t. Raps hingegen muss leichte Abstriche machen und notiert bei 366,50 €/t. Das Pariser Handelshaus Agritel macht eine gewissen Nervosität auf dem europäischen Rapsmarkt aus. Grund ist der 7. September. An diesem Tag will die EU-Kommisson ihre Entscheidung zum Urteil der Welthandelsorganisation WTO bekannt geben. Die WTO fordert die EU auf, den Antidumpingzoll auf Biodieselimporte aus Argentinien zu senken. (da)
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