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06122016_Weizen.pdfAnfang Oktober legte der Matif-Weizen den Grundstein für eine mehrwellige Aufwärtsbewegung. Sie war schwungvoll genug, um einen Ausbruch aus dem langen Abwärtskanal zu vollziehen. In der Folge wurde im letzten Monat ein kleines Kursfeuerwerk abgefeuert. Mit sieben aufeinanderfolgenden Kurssteigerungen konnte sogar die Oberseite aus dem gebildeten kurzen Aufwärtskanal nach oben durchbrochen werden. Erst
an der Fibonacci-Marke bei 170,00 €/t kam die fulminante Bewegung zum Erliegen.

Positive Stimmung der Marktteilnehmer schnell wieder verflogen

Die anschließende Korrektur mündete in einer überraschend scharfen Gegenbewegung. Deren Dynamik drückte den Kurs unter die Marke von 161,00 €/t und verhinderte eine anschließende Rückeroberung der 162,00 €/t. Weiter bröckelnde Notierungen ließen den Kontrakt wieder in den alten Abwärtskanal zurückfallen. Innerhalb von anderthalb Handelswochen kamen die  zwischenzeitlichen Kursgewinne von immerhin 10 €/t vollständig wieder zurück. Seit 163,00 €/t stehen die Ampeln auf Gelb.

Mit der Wiederaufnahme des Abwärtskanals trübte sich die Stimmung weiter ein und der Blick richtete sich wieder auf tiefere Kurse. Es kam noch schlimmer: Die zentrale Unterstützung bei 159,75€/t fiel ebenfalls, darunter schalteten jetzt alle Ampeln auf Rot.
Die anschließende Abwärtsbewegung testet gegenwärtig das Tief aus dem Juli 2016 bei 156,50 €/t. Hier entscheidet sich die Ausrichtung – ein Bruch lenkt den Fokus auf die Zone 155,25 €/t bzw. übergeordnet 147,77 €/t. Gelingt die Verteidigung der 156,50 €/t wäre zumindest die Chance auf eine Gegenbewegung gewahrt. Allerdings helfen dem Weizen nachhaltig nur höhere Kurse aus der misslichen technischen Situation.

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Bernd Hansen, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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