Märkte am Mittag

Hitze dämpft Verkaufslaune


Markttendenz
Der Bedarf der Futtermühlen wird in den kommenden Wochen weiter für ein stabiles Preisniveau sorgen. Die Preisentwicklung für die neue Ernte bleibt spannend, weil Hitze und Trockenheit regional zu Ertragsausfällen führen könnten.
In Niedersachsen und Westfalen wird die neue Ernte nun etwas intensiver besprochen, zu Abschlüssen kommt es aber nur selten. Für den Termin September bis Dezember wird Weizen frachtfrei Südoldenburg mit 170 €/t und Gerste mit 155 €/t bewertet. Landwirte winken bei diesen Preisen ab. Sie fürchten Ertragseinbußen, weil die Böden nach wie vor zu trocken sind. Dann müssten aber die Preise deutlicher steigen.

Zum Anschluss bis zur neuen Ernte suchen die Verarbeiter noch Futterweizen und Gerste. Zwar ist die Nachfrage nicht drängend, sie reicht aber aus, um die Preise auf dem Niveau der vergangenen Woche zu halten. Für Weizen müssen die Futtermühlen im westlichen Niedersachsen und Westfalen 180 bis 184 €/t anlegen, für Gerste etwa 20 Euro weniger. Roggen wird kaum noch nachgefragt, weil er sich beim aktuellen Preisniveau in den Mischungen nicht mehr rechnet.

Wegen eines Feiertages in den USA fehlen die Imulse aus Chicago und es ist heute an der Matif ruhiger als üblicherweise zu Wochenbeginn. Weizen kann nach den kleinen Gewinnen vom Freitag heute weiter zulegen. Am frühen Nachmittag steht der September mit 168,50 €/t mit 1,00 €/t im Plus. August-Raps kann nur minimal auf 356 €/t zulegen. Bei Mais ist über alle Termine keine einheitliche Tendenz festzustellen. Der Frontmonat Juni steigt um 0,75 €/t auf 165,75 €/t. (SB)
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