Getreideexporte

Hochkonjunktur in den Schwarzmeerhäfen

Die Ukraine meldet für den Juli Exporte von mehr als 2 Mio. t. Darunter haben sich rund 820.000 t Weizen und 900.000 t Gerste befunden. Der Rest war Mais der Ernte 2013, berichtet das Agrarministerium in Kiew. Die Verladungen waren umfangreicher als im Juli vor einem Jahr und sollen auch im August rege bleiben.

Ein neuer Monatsrekord

Russland registriert sogar rekordhohe Exportmengen. Bisher war die höchste monatlich exportierte Exportmenge mit 2,5 Mio. t im Juli 2011 erreicht worden. Für Juli 2014 berichtet das Agrarministerium in Moskau von 2,8 Mio. t. Das Eisenbahnunternehmen Rusagrotrans schätzt sogar 2,9 Mio. t. Das meiste davon war Weizen mit mehr als 2,4 Mio. t. Auch in Russland rechnen Marktteilnehmer mit anhaltend hohen Exporten im August.

Drei Gründe für die hohen Mengen

Für die lebhaften Exporte vom Schwarzen Meer gibt es drei Gründe. Erstens ist die Getreideernte 2014 vergleichsweise hoch. Zweitens verkaufen beide Länder traditionell große Mengen gleich zu Beginn des Wirtschaftsjahres. Drittens - und das ist die Besonderheit in diesem Jahr - ziehen offenbar einige internationale Käufer Importe vor, weil sie mit Behinderungen durch die Restriktionen im Handel mit Russland rechnen.

Russland holt auf

Insgesamt wird der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die dortigen Getreideexporte aber nicht behindern, vermutet der Internationale Getreiderat (IGC). Er rechnet damit, dass die Ukraine in diesem Wirtschaftsjahr 29,4 Mio. t Getreide exportieren wird. Der Rückgang um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beruht auf der voraussichtlich niedrigeren Ernte in diesem Jahr. Russland könnte in der Saison 2014/15 die Exporte sogar um 6 Prozent auf 26,8 Mio. t ausbauen, schätzt der IGC in seinem neuen Monatsbericht. (db)
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