Märkte am Mittag

Höhere Minusprämien am Kassamarkt

Den Weg der festeren Kurse für Getreide in Paris und Chicago wollen die Abnehmer im Südwesten Deutschlands und am Oberrhein nicht mitgehen. Sie reagieren mit höheren Minusprämien. So halten die Kurse für die neue Ernte ihr bisheriges Niveau. 

Markttendenz
Abnehmer am Kassamarkt bezahlen kaum höhere Kurse. Landwirte sind mit Getreide wieder stärker am Markt – für alte wie für neue Ernte.
Getreide aus der alten Ernte wird von der Landwirtschaft weiter angeboten. Nicht immer lässt sie sich platzieren. Auch für die neue Ernte sind die Landwirte am Markt, auch wenn einige auf weiter steigende Kurse hoffen. Häufig besteht der Wunsch der Einlagerung mit späterer Abrechnung. Sie rechnen aus heutiger Sicht mit einer quantitativ großen Ernte. Mit zunehmender Sorge werden die Bestände in punkto Krankheiten betrachtet. Das schwülwarme Wetter fördert vor Allem die Pilzkrankheiten. In jedem Fall rechnet der Markt aufgrund der Witterung mit einer späteren Ernte als in anderen Jahren. 

Mühlen im Südwesten sind mit einem Franko- Preis für B-Weizen von etwa 157,00 bis 160,00 €/t im Oktober/Dezember am Markt. Die Kurse sind aber weiter nominell zu verstehen. Abschlüsse gibt es kaum. A- Weizen hält im Moment noch seinen Aufschlag von 5,00 €/t zum B-Weizen. 

In Paris rudert der Weizen heute wieder leicht zurück. Der September legt sich mittags mit 170,50 €/t 0,75 €/t unter den Montag. Mais folgt mit schwächeren Kursen. Der neue Frontmonat August liegt 0,25 €/t unter dem Vortag und mittags bei 183,75 €/t. Raps gibt ebenfalls nach. Der August verliert mittags 1,50 €/t auf 381,00 €/t. (dg)
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