Märkte am Mittag

Höhere Prämien für alterntigen Raps

Alterntiger Weizen lässt sich bei den Mühlen im Westen so gut wie nicht mehr unterbringen. Die Mühlen  sind mit Weizen gut versorgt und grundsätzlich nur noch ansprechbar, falls zusätzliche unerwartete Mehlgeschäfte in Aussicht gestellt werden. Für einzelne Verkaufsanfragen nannten rheinischen Mühlen Geldkurse von 209 €/t für April/Juni. In Westfalen winken die Mühlen bei B-Weizen ab. Sie signalisieren allenfalls noch kleines Kaufinteresse für A-Weizen zum Anschluss an die neue Ernte.
 

Landwirte bieten verstärkt neuerntigen Weizen an

 
Das Geschäft für die neue Ernte hat sich im westfälischen Raum in den vergangenen Tagen belebt. Sowohl aus dem regionalen Umfeld, als auch aus Hessen und Thüringen bieten die Landwirte verstärkt Weizen für die neue Ernte an. Die westfälischen Mühlen haben sich aus Ernte heraus bereits gut versorgt und nach eigener Einschätzung auch schon für September/Dezember einen guten Grundstock gelegt. Bei einem leichten Angebotsüberhang werden dort nur noch Prämien von 0 bis 2 €/t auf die Matif-Novembernotierung genannt.

Bei den rheinischen Mühlen liegt die Bewertung für diesen Termin ‚even‘-Matif. Allerdings lässt sich im Rheinland kaum Weizen für die neue Ernte mobilisieren. Für neuerntigen A-Weizen liegen die Prämien bei 7 bis 8 €/t franko Westfalen für den Herbst.

Feste Terminmärkte

Die Weizen-Terminmärkte bleiben weiterhin fest. Die Börsenschwankungen in Chicago bewirken an den hiesigen Märkten nur geringe Ausschläge. An der Matif machten die Weizennotierungen heute ihre kleinen Vortagsverluste wieder wett. Im späten Mittag notiert der Mai in Paris mit 211,75 €/t und der neuerntige November-Termin bei 204 €/t.
 
Die Futterweizenpreise halten ihr Niveau. Im Westen bestimmten zuletzt die holländischen Käufer die Preise, doch das Kaufinteresse scheint sich etwas abzuschwächen. Franko Holland wurden heute Futterweizenpreise von 210 €/t genannt. Im Südoldenburg Raum liegen die Preise auf gleichem Niveau, in Westfalen leicht darunter. Futtergerste wird franko Südoldenburg/Westfalen mit 200 €/t bewertet.
 
Bei Raps ignorierten die Matif und der Kassamarkt den vorangegangenen Einbruch der Sojabohnenkurse. Heute kommen von Chicago wieder positiven Vorgaben für die Ölsaatenmärkte. Die Kassapreise für Raps aus der alten Ernte haben sich bei kleinem Angebot weiter gefestigt. So werden für den Niederrhein Prämien von bis 12 €/t, auf Hamm von 10 €/t und am Oberrhein von 11 bis 12 €/t auf die Matifnotierung Mai genannt. In Mitteldeutschland werden dagegen auf Salzgitter und Magdeburg nur Prämien von 5 bis 6 €/t und auf Wittenberg von 2 €/t genannt.

Das Kassageschäft war überschaubar und beschränkte sich auf einzelne Partien aus der Landwirtschaft, die bei der unsicheren Entwicklung der Terminmärkte postwendend durchgehandelt werden. (St)
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