Düngemittel

Höhere Preise zum Saisonstart


-- , Foto: Amazone

Dümpelten die Kurse für Düngemittel bis Oktober 2016 vor sich hin, lösten kurzfristige Produktionstopps von Harnstoffanlagen in China einen weltweiten Preisanstieg aus. Auch in Deutschland müssen Landwirte mit höheren Preisen für KAS, Harnstoff, DAP und Kalidüngern gegenüber 2016 rechnen, sagte Claus Brusenbauch, Geschäftsführer ICL Fertilizers Deutschland GmbH, am Freitag auf der Tagung der Düngermischer in Hannover. Nach den Preisermittlungen von agrarzeitung.de notiert Harnstoff ab norddeutschem Lager derzeit bei 330 €/t.

Unterstützung dafür, dass die feste Tendenz weiter anhalten dürfte, geben die seit einer Woche anziehenden Ammoniakpreise in den USA. Die Kontrakte seien um rund 70 US-$/t höher abgeschlossen worden. Angesichts dieser Entwicklung sieht Brusenbauch einen deutlich festeren Markt für Stickstoffdüngern in Deutschland kurz vor Beginn des Frühjahrsgeschäftes. Aber auch die Kalipreise dürften in einer Größenordnung von 10 €/t steigen. Phosphatdünger hätten ihr Preistief Ende 2016 erreicht. Vorausgegangen war ein knallharter Wettbewerb des Anbieters OCP und chinesischer Produzenten. Der DAP-Preis habe eine Bodenbildung gefunden,so Brusenbauch. Ab norddeutschem Landlager notiert agrarzeitung.de für DAP 365,00 €/t. Durch den jüngsten Anstieg der Ammoniakpreise, der auch in den Stickstoff-Phosphatdüngern enthalten ist, müsse von einer leichten Preisanhebung ausgegangen werden.

Kadmium-Grenzwerte für 2017 erwartet

Neuigkeiten berichtete Brusenbauch über die seit Jahren anhaltende Diskussion zu den Kadmium-Grenzwerten. Er erwartet noch in diesem Jahr eine abschließende EU-Regelung über zulässige Kadmiumwerte in Phosphatdüngern. Ausgehend von 60 mg sei eine Absenkung von 40 und 20 mg Kadmium pro kg P205 in der Diskussion. Der europäische Düngerverband pocht auf 60 mg Kadmium/kg P205. (da)
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