Schweinemarkt

Hoffnung auf fortgesetzte Trendwende

Die Preise für Schlachtschweine in Europa ziehen wieder leicht an. Die Stimmung unter den Marktteilnehmern habe sich zum Positiven gedreht, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme, in ihrem aktuellen Marktbericht.

Zwar bleibe der Export aus der EU nach Russland bis auf Weiteres gesperrt, jedoch verlaufe der Absatz nach Asien gut. Auch treffe ein verringertes Angebot an schlachtreifen Schweinen auf eine akzeptable Nachfrage, heißt es. Für Deutschland, Belgien und die Niederlande ermittelt die ISN leichte Anstiege der Notierungen, während diese sich in Spanien, Dänemark, Österreich und Irland zunächst noch seitwärts bewegen. 

Im von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Polen sorge eine staatliche Aufkaufaktion für etwa 400.000 in der ASP-Pufferzone befindlichen Schweinen für Entspannung. Die Kosten für die dort beschlossene Private Lagerhaltung (PLH) sollen jeweils zur Hälfte von Polen und der EU getragen werden.

In den Diskussionen um eine mögliche Aufweichung des strikten Exportverbots aus der EU kommen den Angaben zufolge die am weitesten von den ASP-Ausbrüchen entfernten Länder infrage. Dazu gehören Belgien, die Niederlande, Italien und Spanien sowie Dänemark. Deutschland gehöre aus Sicht Russlands zu den Ländern mit höheren Risiken. 

Aufgrund des anhaltend knapperen Angebots rechnet die ISN in ihrem Ausblick mit einer Fortsetzung des insgesamt positiven Trends. (jst) 
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