Märkte am Mittag

Hohe Exporte stützen die Kurse

An der Matif notiert Weizen zum Januar-Termin heute gegen 12 Uhr mit 187 €/t um 2,5 €/t fester als am Vortag. Rapssaat für den Monat Februar 2015 liegt an der Matif bei 342 €/t gegenüber dem Vortag auf einem um 0,25 €/t niedrigerem Niveau.

Auf dem jetzigen Preisniveau ist deutscher Weizen im Seehafen günstiger als russische Ware. Entsprechend hoch sind die Exportnachfragen. Russlands Verhalten an den Exportmärkten bestimmt maßgeblich das Preisniveau in Chicago und in Europa. Die neuesten Aussagen, die bereits erwarteten Exportbeschränkungen nicht einsetzen zu wollen, haben einen direkten Einfluss auf die Kurse. Für den B-Weizen werden mit 198 €/t franko Exporthafen ein Aufschlag von 11 €/t über Matif-Januar 2015 bezahlt. Die Großbetriebe in Mecklenburg und Ostholstein erhalten für den B-Weizen 180 €/t ab Hof sowohl für die sofortige Lieferung als auch für den Termin Basis Sep. 2015.

Meldungen über Trockenheit und hohe Minusgrade in manchen Regionen Russlands führen zur der Befürchtung, dass große Teile des Wintergetreides Frostschäden erleiden könnten. Auf dem az-Seminar zu Agrarmärkten am Dienstag dieser Woche in Hamburg waren sich die Händler einig, dass trotz eines Bestandsaufbaus beim Brotweizen in der EU der deutsche Weizen durch die hohe Exportnachfrage einen Sonderweg geht und stabil im Preis bleibt. Der Export bleibt damit die wichtigste Marktstütze in Norddeutschland.

Starke Kursschwankungen gibt es an der Sojabörse in Chicago. Der Blick des internationalen Handels bleibt auf die Aussaatbedingungen in Südamerika gerichtet. In Argentinien haben sich die Bedingungen verbessert. Die Regenfälle sind besonders im November überdurchschnittlich gewesen und haben den trockenen Oktober teilweise ausgleichen können. Die Sojaprognose des USDA sieht für Brasilien mit 94 Mio. t  und für Argentinien 55 Mio. t Sojabohnen eine Rekordernte.  (Ps)
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