Märkte am Morgen: Ölsaaten

Hohe Nachfrage in China

Sojakomplex: Die Sojanotierungen haben am Dienstag in Chicago nachgegeben. Die November-Bohne verlor 5,4 Cent auf 9,75 US-$/bushel. Sojaschrot gab um 2,50 US-$ auf 313,40 US-$/short ton nach. Auch Sojaöl notierte etwas schwächer. Heute Morgen sind die Vorzeichen für die Bohne bei Gewinnen von 3 bis 4 Cent grün. Die Sojabohnenernte in den USA nimmt weiter an Tempo auf. Die Ernte ist nun zu 70 Prozent abgeschlossen, der Fortschritt liegt damit nur noch knapp hinter dem mehrjährigen Durchschnitt.

Chinas Nachfrage nach Sojabohnen bleibt sehr hoch. Im September wurden 8,1 Mio. t importiert, das waren 12,7 Prozent mehr als im September 2016. Wichtigster Lieferant war Brasilien, die USA exportierten 937.000 Mio. t. Die Gesamtimporte Chinas summieren sich in den ersten drei Quartalen auf 71,5 Mio. t, gegenüber 2016 ist das eine Steigerung um 15,5 Prozent.

Im Streit um billige Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien hat das US-Handelsministerium am Montag eine Vorentscheidung für die Einfuhrzölle veröffentlicht. Demnach sollen auf Einfuhren aus Argentinien Zölle in Höhe von 54,36 Prozent bis 70,05 Prozent des Warenwertes erhoben werden. Für Importe aus Indonesien werden 50,71 Prozent berechnet. Die Werte liegen in etwa auf Höhe der bisherigen Kautionen, die bereits seit zwei Monaten im Vorgriff auf die Zollentscheidung einbehalten wurden. Sie betragen für Lieferungen aus Argentinien 50,29 bis 64,17 Prozent des Wertes, für Indonesien mussten seit Ende August 41,06 bis 68,28 Prozent hinterlegt werden. Die Kautionen sollen nun an die neuen vorläufigen Zölle angepasst werden.

Handelsminister Wilbur Ross ist weiter optimistisch, mit Indonesien und Argentinien eine Verhandlungslösung finden zu können. Bis zum 3. Januar soll eine abschließende Entscheidung getroffen werden, teilte das Ministerium weiter mit. Eine Verlängerung der Frist sei aber möglich. 2016 importierten die USA aus Argentinien und Indonesien Biodiesel im Wert von 1,2 Mrd. und 268 Mio. US-$. Die USA werfen den beiden Ländern vor, den Biodiesel zu Preisen unterhalb der Produktionskosten und unterhalb der Preise auf ihren Heimatmärkten zu verkaufen.

Raps: Die kleinen Gewinne aus der vergangenen Woche wurden gestern an der Matif an einem Tag pulverisiert. Der November verlor 2 € und fiel auf 365,25 €/t. Canola hat in Winnipeg leicht nachgegeben. Der November verlor bei 50 Cent auf 501,70 Can-$/t. Heute Morgen stehen die Futures für die alte Ente mit 1,10 bis 1,70 Can-$ im Plus.

Palmöl: Nach den Gewinnen der vergangenen Tage erfolgte am Dienstag eine leichte Korrektur. Auch die niedrigeren Preise für Sojaöl drückten die Stimmung. Die Notierungen gaben um 15 Ringgit auf 2.752 MYR/t nach. Heute Morgen legen die Futures wieder um 9 bis 14 Ringgit zu.

Rohöl: Nach dem leichten Rückgang am Montag zogen die Ölpreise am Dienstag wieder deutlich an Brent legte um knapp 1 US-$ auf 58.33 US-$/barrel zu. Das Fass WTI verteuerte sich um 57 Cent auf 52,47 US-$. Gestützt werden die Preise durch die niedrigeren irakischen Exporte, die unter dem Kurdenkonflikt leiden.

Euro/US-Dollar: Der Euro bewegte sich gestern nur wenig und notiert heute Morgen bei 1,1766 US-$. (SB)
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