Märkte am Mittag

Holländer treiben die Preise

Mühlen am Oberrhein sind weiter zögerlich am Markt, würden aber kaufen, wenn Ware angeboten wäre und die Preise stimmen. Die Vorstellungen der Abgeber passen häufig aber nicht zu den Ideen der Käufer. Abnehmer würden für Lieferung im November/Dezember franko Mühle 160,00 bis 162,00 €/t für einen B-Weizen anlegen. Die Vorstellungen für A-Qualitäten liegen rund 5,00 €/t höher.

Markttendenz
Die Nachfrage aus den Niederlanden nach Futterweizen stützt die Preise für Weizen generell. Abgeber sind nicht drängend am Markt. 
Allerdings hängen die Preise stark von den Qualitäten ab. So werden recht individuelle Geschäfte zu teilwiese auch höheren Kursen abgeschlossen. Franko Niederrhein sind immer wieder Abschlüsse für B-Weizen zu 168,00 bis 170,00 €/t im November/ Dezember möglich.

Treiber für die Weizenpreise am Oberrhein bleiben die Niederländer. Sie ziehen weiter Ware aus dem Südwesten und bezahlen ab Station Kurse, die von den hiesigen Kraftfutterwerken franko gewährt werden. Für November/Dezember sind Kurse von 158,00 bis 160,00 €/t franko Kraftfutterwerk genannt. Für Januar/März legen sich Kraftfutterwerke rund 2,00 €/t über diese Preisideen, sind aber mit dem Einkauf vorsichtig.

Futtergerste ist sehr wenig offeriert. Für November/ Dezember werden hier franko Kraftfutterwerk 142,00 bis 146,00 €/t genannt. Mais zeigt sich stabil. Ex Ernte bleiben die Kurse bei 168,00 bis 169,00 €/t. Entlastung für den Markt könnte eintreten, wenn sich die Situation auf den Wasserwegen weiter entspannt und Ware aus Ungarn in den Südwesten Deutschlands fließen könnte.

In Paris macht der Weizen seine Verluste von gestern bist heute Mittag fast wieder komplett wett. Der Dezember legt 1,00 €/t auf 161,75 €/t zu. Mais kann ebenfalls wieder zulegen und bewegt sich im Januar bei 164,00 €/t und damit 2,00 €/t über dem gestrigen Schlusskurs. Raps entzieht sich dieser festeren Tendenz an der europäischen Börse ebenfalls nicht und kann 3,25 €/t auf 393,25 €/t im Februar gewinnen. (dg)
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