Schätzungen

IGC rechnet mit viel Futterweizen

Nun trudeln immer mehr konkretere Ernteergebnisse ein, sodass der IGC einen weiteren Anstieg der Weltgetreideernte um nach oben ermittelt. Vor allem der Anfall von Futtergetreide steigt kräftig, da doch viel Weizen nur zu Futterzwecken genutzt werden kann.

Insofern gibt es sogar innerhalb der verschiedenen Futtergetreidearten einen gewissen Wettbewerb in der Verwendung. Dies könnte Mais zu spüren bekommen, wo der IGC ähnlich wie das US-Landwirtschaftsministerium USDA eine große Produktion 2014/15 erwartet.

Die komplette globale Produktion von Getreide schätzt der IGC in dieser Woche für
2014/15 um erneut 8 Mio. t höher auf 1,983 Mrd. t. Allerdings liegt die Menge um 10 Mio. t unter dem Rekordergebnis des Vorjahres. 


Der weltweite Getreideverbrauch dürfte laut IGC um 2 Prozent steigen. Die Endbestände von Weizen erreichen nun 492 Mio. t, da es doch einige Korrekturen für Mais und Gerste gegeben hat. Der weltweite Getreidehandel dürfte den Umfang von 292 Mio. t haben, fast unverändert zum Vorjahr. Ein starker US-Dollar wird vom IGC jedoch als wenig förderlich für US-Weizen- und Maisexporte gesehen.

Die Weizenernte setzt der IGC ein weiteres Mal nach oben auf 717 Mio. t, etwa 4 Mio. t mehr als vor einem Monat. Obwohl in Nordamerika und im Nahen Osten eine kleinere Weizenernte eingefahren wurde und in Australien bevorsteht, werden diese Defizite durch große Mengen in der EU, Osteuropa und China ausgeglichen. Qualitätsprobleme beim Weizen gibt es für Sommergetreide sowie Durum.

Der Weizenverbrauch dürfte 2014/15 rund 709 Mio. t erreichen. Deshalb steigen die Bestände auf nunmehr 195 Mio. t und damit auf einen Fünf-Jahres-Höchststand. Als wichtigste Exporteure von Weizen auf dem Weltmarkt nennt der IGC die EU, USA und die Schwarzmeerländer.

Auch beim Mais erwartet der Getreiderat eine globale Spitzenernte und nennt nun eine Produktion von 974 Mio. t. Vor allem der Bestandsaufbau bei Mais ist gewaltig und liegt bei 191 Mio. t, vor einem Jahr waren es 25 Mio. t weniger.

Die Aussaat für die Ernte 2015/16 steht in diesen Wochen auf der nördlichen Hemisphäre an. Der Getreiderat will nicht ausschließen, dass die Weizenfläche erneut steigen dürfte. (da)

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