Märkte am Mittag

Im Süden nichts Neues

Markttendenz
Bei verhaltener Umsatztätigkeit können weitere Notizverluste bei Weizen nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Die aktuellen Notierungen lassen auch auf der Erzeugerstufe nur gedrückte Erlöse zu. Von dieser Entwicklung werden mehr und mehr die Gebote für die kommende Ernte beeinflusst.
Die Abgabebereitschaft der Landwirte in Süddeutschland hat sich zwar etwas beruhigt, sie ist aber insgesamt immer noch vergleichsweise hoch. Offensichtlich erwarten die Bauern für die kommenden Wochen und Monate keine grundlegende Trendwende bei den Preisen mehr.

Auch die Prognosen im Handel gehen von bestenfalls seitwärts tendierenden Kursen mit entsprechenden kleineren Tagesschwankungen aus. Der Drittlandexport scheint sich zwar durchaus verbessert zu haben, doch auch dieser Umstand wird keineswegs als "preistreibend" eingeschätzt. Bedient wird die Exportnachfrage ohnehin in erster Linie aus den Standarddestinationen für europäischen Weizen. Am Platz macht sich zudem ein gewisser Angebotsdruck aus Frankreich sowie aus Tschechien bemerkbar, der wohl so rasch nicht nachlässt. Immerhin werden speziell in Frankreich noch erhebliche unverkaufte Weizenmengen vermutet.

Der Saatenstand wird in ganz Süddeutschland weiterhin als gut bis teilweise sogar sehr gut eingeschätzt. Auch dieser Umstand beeinflusst die schwache Stimmung am süddeutschen Markt. Die Mühlen und Mischfutterwerke werden vor diesem Hintergrund in ihrer abwartenden Haltung bestätigt. Aktuell beschränken sie ihre Zukäufe auf die unmittelbare Bedarfsdeckung.

Die Weizenkurse an der Matif tendieren unterdessen am Mittwochmittag schwächer. Der Frontmonat März verliert 0,75 €/t auf 144,25 €/t. Der folgende Mai-Kontrakt gibt 0,50 €/t liegt bei 152,75 €/t. Der September-Future fällt 1 €/t auf 160,25 €/t. Deutlich fallen die Verluste bei den Pariser Rapssaat-Futures aus. Der Frontmonat Mai verliert 4,25 €/t und wird mit 342,75 €/t bewertet. (HH)   
stats