Viehzählung

Immer mehr Schweine in den USA


Zum Stichtag 1. September ermittelten die Statistiker des US-Landwirtschaftsministeriums USDA einen Schweinebestand von insgesamt 70,9 Millionen Tieren. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr uns so viel wie noch nie, seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1988. In einem ähnlichen Umfang wie der Bestand wird nach Ansicht des USDA die Schweinefleischproduktion zunehmen. Für das laufende Jahr erwartet das Ministerium ein Plus von 1,6 Prozent auf 11,3 Mio. t. 2017 könnte die Produktion noch einmal um 2,5 Prozent auf 11,6 Mio. t steigen. Ein Teil der zusätzlichen Produktion soll im Ausland abgesetzt werden. Die Fleischexporte steigen in diesem Jahr voraussichtlich um 3,7 Prozent auf 2,4 Mio. t. Unter Druck stehen dagegen die Erzeugerpreise, die 2016 im Jahresmittel 6,4 Prozent unter denen im Jahr 2015 liegen könnten, so die USDA-Prognose.

Seit einem durch die Krankheiten bedingten Einbruch der Tierzahlen in den Jahren 2013 und 2014 ist die Schweineherde in den USA um rund zehn Millionen Tiere gewachsen und liegt um rund 4 Millionen Tiere über dem Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2012. Die Zahl der Tiere hat seit September 2015 in allen Alters- und Nutzungsgruppen zugenommen. Die Zahl der Ferkel mit einem Gewicht unter 23 kg wuchs um 1,7 Prozent auf 12 Millionen Stück zu. Bei den Läufern mit einem Gewicht von 23 kg bis 54 kg wurde ein Plus von 1,9 Prozent auf 18,9 Millionen Tiere verzeichnet, während der Bestand an schwereren Mastschweinen mit 3,9 Prozent auf 24,9 Millionen Stück am stärksten wuchs.

Die gestiegene Produktivität der Ferkelerzeugung zeigt sich in der nur moderat gestiegenen Zahl der Sauen. Sie nahm lediglich um 0,5 Prozent auf 6 Millionen Tiere zu. Die Zahl der Ferkel pro Wurf lag im Zeitraum Juni bis August 2016 bei auf 10,58 Tiere, das waren 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und so viele lebend geborene Ferkel wie nie zuvor in den USA. (SB)
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