Britische Bilanz

Importe auf halber Flamme


Auf weniger als die Hälfte der in der Vorsaison importierten Mengen könnten die britischen Weizenkäufe 2013/14 zusammenschrumpfen. Damit sinken auch die Absatzchancen für deutschen Weizen. Im vergangenen Wirtschaftsjahr stammte von den gesamten britischen Weizenimporten von 3,0 Mio. t immerhin etwa ein Drittel aus Deutschland.

Drei Gründe nennt das britische Getreideamt HGCA zum Wochenanfang für den geringeren britischen Importbedarf von nur etwa 1,4 Mio. t. Erstens überzeugt die Weizenqualität 2013 auf der Insel, sodass weniger Bedarf an Aufmischware besteht. Zweitens steht für Futterzwecke wesentlich mehr britische Gerste aus der Ernte 2013 zur Verfügung als vor einem Jahr. Und drittens startet die aktuelle Saison mit ungewöhnlich hohen Weizenbeständen von fast 2,2 Mio. t.

Diese erste HGCA-Schätzung zur Weizenbilanz 2013/14 kommt überraschend. Denn eigentlich war angesichts der sehr niedrigen britischen Weizenernte 2013 zu erwarten gewesen, dass der Importbedarf hoch bleibt. Dafür sprach bislang auch, dass in dieser Saison die britischen Ethanolwerke ihre Produktion aufnehmen sollen. Doch das HGCA geht davon aus, dass ausreichend Weizen für die industrielle Verwendung verfügbar ist, weil weniger Weizen in der Fütterung gebraucht wird. (db)
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