Russland

Importzoll unverändert


Russland wird für Getreideimporte wie bisher einen Zoll von 5 Prozent erheben. Dies ist nach Informationen aus dem Agrarministerium Anfang der Woche festgelegt worden. Zuvor hatte ein Ausschuss geprüft, ob es sinnvoll wäre, den Importzoll bis zum Beginn des kommenden Wirtschaftsjahres am 1. Juli auf Null zu setzen. Aus dem Ministerium heißt es jetzt dazu, ein Aussetzen des Zolls würde zu „keinen signifikanten Ergebnissen“ führen. Außerdem müssten veränderte Importzölle mit den anderen Mitgliedern der Zollunion, also mit Weißrussland und Kasachstan, abgestimmt werden, was nach Einschätzung aus Moskau sehr viel Zeit beanspruche.

Unterdessen richtet sich die Aufmerksamkeit auf die neue Ernte. In Moskau besteht die Hoffnung, wieder einmal eine überdurchschnittliche Menge einfahren zu können. Von bis zu 95 Mio. t war bisher die Rede. Dazu müssen aber noch reichlich Niederschläge fallen, denn zur Aussaat war es regional zu trocken. Deswegen sind in Russland auch weitaus niedrigere Zahlen im Umlauf. Auf die große Bedeutung der tatsächlichen Ernte wies Dr. Oliver Balkhausen vom Hamburger Handelshauses Alfred C. Toepfer International am Freitag bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main hin: Keine Region beeinflusse die Weizenpreise am Weltmarkt so sehr wie die Schwarzmeerländer Russland, Ukraine und Kasachstan. (db)
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