Märkte am Morgen: Getreide

Impulse kommen aus Übersee

Weizen: Die US-Rally zum Wochenauftakt brachte auch den Matif-Weizen weiter nach oben. Alle Termine notierten etwas fester, doch die Schlusskurse lagen durchweg 2 €/t unter den höchsten Kursen der Sitzung. Der Mai notierte mit 169,50 €/t, der Dezember-Kontrakt knapp unter 175 €/t. Ein festerer Euro, der auch heute Morgen oberhalb von 1,09 US-$ notiert, bremste höhere Gewinne aus.
 
Am Hamburger Markt wurden die Kassaprämien mit den festeren Terminmärkten gegenüber der Vorwoche um 2 €/t zurückgenommen. Je nach Geld- oder Briefstelle lagen sie bei 3,5 bzw. 4,5 €/t über Matif-Mai.  
 
Die Niederschläge zum Wochenanfang haben bis auf regionale Ausnahmen keine nachhaltige Verbesserung der zu trockenen Bedingungen geführt. In Norden und Osten Frankreich sowie in den meisten Teilen Deutschlands ist es weiterhin zu trocken.
 
In Chicago setzten nach der Vortagsrally Gewinnmitnahmen ein und die Kurse gaben geringfügig nach. Der Juli schloss mit 4,54 US-$/bushel etwas schwächer als am Vortag. Das Ausmaß der Frostschäden nach dem Schneesturm lässt sich noch nicht eruieren. Der Schneesturm hat im südlichen und östlichen US-Weizengürtel auf einer größeren Fläche die Weizenhalme  abgeknickt bzw. unter eine Schneedecke gedrückt. Ob sich die Bestände wieder aufrichten können, werden erst die nächsten Tage zeigen. Auf der jährlichen US-Weizentour berichten Teilnehmer aus dem zentralen Kansas am ersten Tag der Bereisung von guten Aussichten für die neue Weizenernte und gehen von höheren Erträgen als im Vorjahr aus.
 
Mais: Auch bei Mais setzten in Chicago Gewinnmitnahmen ein. Die Kurse gaben für die vorderen Termine 5,2 Cent/bushel nach. Der Juli schloss mit 3,72 US-$/bushel. Aussichten auf Wetterbesserung drückte. Die US-Maisaussaat liegt zudem entgegen den Erwartungen im Schnitt der Vorjahre.
 
In Paris schloss Mais fester. Der Juni legte 2 €/t auf 174,25 €/t zu. (St) 
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