Märkte am Morgen: Getreide

In Chicago dominieren rote Vorzeichen

Weizen: In Europa warnt der EU-Prognosedienst MARS vor Frostschäden in Wintergetreide und Raps. Die jungen Pflanzen wären noch nicht winterreif und seien damit anfällig für Frosttemperaturen, melden die Meterologen der EU-Kommission. Niedrige Temperaturen weit unter Null Grad Celsius sind für die kommenden Tagen angekündigt. Dann könnte es zu Auswinterungsschäden von Kulturen kommen, vor allem in den Schwarzmeerländern sowie den östlichen Landesteilen von Polen und Rumänien.

An der Warenterminbörse Matif in Paris zeigen die angekündigten Temperaturstürze zunächst keine große Wirkung. Alle Termine für Weizen drehen am Montag in Paris ins Minus, auch wenn es sich meist nur um kleinere Beträge handelt. Der März-Kontrakt gibt um 0,25 auf 167,50 €/t nach. Auch an der CboT überwiegen zum Börsenschluss am Montagabend die roten Vorzeichen. März-Weizen schließt bei 406,50 US-Cent/bushel um 2,75 Cent niedriger als am vergangenen Freitag. An der CME folgt der EU-Weizen dem allgemeinen Trend und gibt leicht um 0,25 auf 174,75 €/t nach.


Mais:
Nur Mais an der Matif kann sich als einziger von der schwächeren Stimmung abheben. Der Januar-Kontrakt verbucht ein kleines Plus und schließt mit 165 €/t. In Chicago hingegen hat Mais den guten Wetter-Meldungen aus Argentinien nichts entgegenzusetzen und schließt mit 353,75 US-Cent/bushel niedriger als am vergangenen Freitag. Dabei kann sich das US-Exportgeschäft mit Mais durchaus sehen lassen. Die wöchentlichen Schätzungen liegen bei rund 770.000 t Mais, darunter sind Verkäufe von 128.000 t nach Japan.

In Brasilien herrschen derzeit beste Wetterbedingungen kurz vor der Ernte. Die Ernteprognose eines privaten Handelshauses beträgt rund 88,3 Mio. t Mais. Damit dürfte die Knappheit der Vergangenheit angehören, wenn im Januar die Ernte ansteht. In Argentinien hat der sehnlich erwartete Regen die Lage nach der Trockenheit in den Anbaugebieten von Mais deutlich entspannt. (da)
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