Denn die Erwartungen an die europäische Rapsernte werden fortlaufend nach unten korrigiert. Neben der Trockenheit haben auch Schädlinge den Beständen zugesetzt, weil nur in wenigen europäischen Ländern per Ausnahmegenehmigung insektizide Beizungen bei der Aussaat im vorigen Jahr zugelassen waren. Die im zweiten Jahr geschrumpfte Anbaufläche läuft dem Interesse des Weltmarktes an pflanzlichen Ölen entgegen.

In Deutschland wird ein Ertrag deutlich unterhalb des Spitzenergebnisses von fast 4,5 t/ha aus dem Jahr 2014 erwartet. Der Branchendienst Oilworld geht von knapp 3,9 t/ha aus. Auch in Frankreich, Polen und UK fällt der Durchschnittsertrag kleiner aus als im vorigen Jahr. Zusätzlich fehlt im Vereinigten Königreich eine Fläche von 30.000 ha, die wegen starkem Schädlingsfraß umgebrochen werden musste. In der Summe der EU-28 könnten in diesem Herbst nach Schätzungen zwischen 2 und 3 Mio. t weniger Raps gedroschen werden.

An der Matif legt August-Raps um 1,00 €/t auf 374,50 €/t zu. Weizen und Mais lassen dagegen zum Wochenende Federn und geben auf 178,00 €/t und 161,25 €/t nach. (brs)
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