Märkte am Mittag

Interesse für die neue Ernte

Markttendenz:

Bei kleinem Angebot und ruhigen Nachfrage tendieren die Weizenpreise seitwärts. Der Druck auf die Rapspreise hält erst einmal an. 

Die Mühlen im Rheinland und in Westfalen lassen für März kein Kaufinteresse mehr für Backweizen erkennen. Für April/Juni gibt es sporadisches Interesse, das aber wieder schnell beendet ist, falls kleinere Mengen an Backweizen an den Markt kommen. Die nominellen Kurse für B-Weizen verändern sich im Westen mit 178 bis 179 €/t so gut wie nicht. Der Markt tendiert mit minimalen Schwankungen seitwärts.
 
Für die neue Ernte gibt es etwas mehr Interesse, doch auch hierfür findet sich kaum Angebot. Die Quotierungen für den ex Ernte-Termin werden mit einem Abschlag von 3 bis 4 €/t auf Matif-September genannt. Für Oktober/Dezember ist dagegen ein Aufgeld von 3 bis 4  €/t auf Matif-Dezember im Gespräch. Umsätze für die neue Ernte finden wenig statt, da sich die neuerntigen Weizenpreise kaum von dem alterntigen Niveau unterscheiden.
 
An der Matif notierte Weizen im späteren Mittagshandel mit 174,25 €/t unverändert wie am Vortag. Der Dezember-Termin wurde mit 175,50 €/t bewertet.
 
Auch am Futtergetreidemarkt tut sich wenig. Der nordwestdeutsche Konsum und die Mischfutterindustrie sind im vorderen Bereich gut versorgt und bekunden allenfalls einzelnes Kaufinteresse für kleinere Deckungslücken. Das Angebot an Futterweizen und Gerste ist ebenfalls sehr überschaubar. Für Futterweizen werden in den westdeutschen und nordwestdeutschen Veredlungsgebieten, aber auch nach Südholland Preise von 178 bis 180 €/t genannt. Die neue Ernte wird zwar diskutiert, Abschlüsse kommen jedoch nur selten zustande. Futtergerste wird frachtfrei Südoldenburg/Westfalen mit 159-160 €/t bewertet.
 
Die schwache Stimmung am Rapsmarkt hält an. Am Vormittag fielen die Rapspreise nach neuerlichen Verkaufsaktivitäten zeitweise bis auf 412,50 €/t an der Matif zurück, konnten aber im weiteren Sitzungsverlauf zumindest wieder knapp 3 €/t gut machen. Am physischen Markt haben sich die potentiellen Abgeber für Raps mit rückläufigen Preisen erst einmal verabschiedet, denn die Prämien auf die Matif-Kurse haben sich sogar noch zusätzlich etwas abgeschwächt. (St)
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