Außenhandelsbilanz

Japan importiert mehr Schweinefleisch

Die Einfuhren von frischem und gefrorenem Schweinefleisch nach Japan stiegen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 2016 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um gut 10 Prozent auf 641.300 t. Aufgrund gesunkener Durchschnittspreise ist der Anstieg des Einfuhrwertes auf 337 Mrd. Yen mit 7 Prozent etwas geringer ausgefallen, berichtet der Verband der Fleischwirtschaft.

Die heimische Erzeugung war im Zuge von PED-Ausbrüchen in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen, was zu einer erhöhten Importnachfrage geführt hatte. Der japanische Schweinebestand habe sich inzwischen weitgehend erholt, so dass für den weiteren Jahresverlauf mit einer Abflachung der Importnachfrage für Schweinefleisch zu rechnen sei.

Von den gestiegenen Importen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres konnten vor allem die Lieferungen aus der EU profitieren, diese legten um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Innerhalb der EU konnte insbesondere Spanien mit einem Zuwachs von 26 Prozent seine Exporte nach Japan stark ausdehnen.

Die japanischen Schweinefleischimporte aus Nicht-EU-Ländern sind mit gut 5 Prozent weniger stark gewachsen. Die Japanexporte der USA verzeichneten einen minimalen Anstieg von gut einem Prozent. Wohingegen Kanada (8 Prozent) und vor allem Mexiko (9 Prozent) ihre Lieferungen spürbar ausweiten konnten. Trotzdem blieben die Vereinigten Staaten im Berichtszeitraum mit einem Gesamtvolumen von rund 198.000 t weiterhin Japans Hauptlieferant. Dabei gab es eine Verschiebung der US-Exporte hin zu mehr frischem Schweinefleisch gegenüber gefrorener Ware. (SB)
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