Die hohen Ertragsprognosen für Zuckerrüben scheinen sich zu bestätigen. Im Verbandsgebiet Rheinland wird mit einem Durchschnittertrag in Höhe von rund 85 t Rüben/ha ausgegangen. Beim Zuckergehalt wird mit durchschnittlichen Zuckergehalten von knapp unter 17 Prozent gerechnet. Dennoch würde erstmalig im Verbandsgebiet der gewachsene Zuckerertrag über 14 t/ha liegen.

Bernhard Conzen als Vorsitzender des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes weist darauf hin, dass auf Grund der großen Erntemenge die Rübenkampagne wohl erst in der dritten Januardekade 2015 enden würde. Für eventuell auftretenden Frost sei man aber gewappnet. Über den gemeinsam mit der Pfeifer & Langen GmbH & Co KG gestalteten Fonds gegen Frostschäden sei ausreichend Vlies zum Schutz der am Feldrand gelagerten Rüben vor Frost angeschafft worden, so Conzen.

Sorgen bereite den Anbauern allerdings die Lage am Zuckermarkt. Seit Mitte vergangenen Jahres seien die Zuckerpreise um rund 30 Prozent gefallen. Das treffe sowohl die Zuckerunternehmen als auch die Rübenanbauer. Die aktuell große Ernte verschärfe die Angebotssituation auf dem EU-Markt. Deshalb werde man in Abstimmung mit dem Zuckerunternehmen eine angepasste Anbaureduzierung für das kommende Anbaujahr vorsehen. (da)
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