Märkte am Morgen: Getreide

Keine Anregungen für Weizen

Weizen: Zum Abschluss der Weizenernte fehlen den europäischen Märkten anregende Impulse. Von Chicago kamen schwächere Vorgaben, die an der Matif in Notizverlusten von 1,50 €/t für den Dezember mündeten. Der Dezemberkurs fiel erstmals seit Wochen wieder unter 180 €/t. Kurzfristig dürfen die kommenden Einflüsse für die europäischen Weizennotierungen von den Vorgaben aus Übersee, von Währungseinflüssen und den Exportmöglichkeiten bestimmt werden.


In Chicago notierte Weizen etwas schwächer. Vor allem der festere US-Dollar dürfte  gedrückt haben. Der Dezember verlor 7,2 Cent/bushel, schloss aber noch etwas über 5  US-$/bushel. Dabei kamen die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 560.100 t besser als erwartet herein. Die Sommerweizenernte in den USA war zum Wochenanfang zu mehr als die Hälfte abgeschlossen und sorgt für zusätzlichen saisonalen Druck. Die Bewertung der US-Sommerweizenbestände wurde zudem um 1 Prozent nach oben korrigiert.
 
In Kanada könnte die Weizenernte einem Umfrageergebnis zufolge 13 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen. Dies ist weniger dramatisch, als im Vorfeld aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit befürchtet wurde.
 
Indien erwartet nach offiziellen Einschätzungen nur eine Weizenernte von 88,9 Mio. t. Das USDA taxiert die indische Weizenernte in seinem jüngsten Report mit 90 Mio. t  etwas höher.
 
Mais: Die Notierungen in Chicago konnten sich mit geringfügigen Notizverlusten knapp behaupten. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 890.100  t stützten unterschwellig etwas Es fehlen neue Impulse, der Markt wartet auf die Ergebnisse der Erntebereisung im Mittleren Westen. In Ohio zeichnet sich eine sehr große Bandbreite beiden Maiserträgen ab. Für Süddakota schätzten die Teilnehmer die Maiserträge auf 165,9 bushel/acre und rund 9 Prozent besser als im Vorjahr ein.
 
Die Bonitierung der US-Maisbestände wurde nachbörslich um ein Prozent auf 63 Prozent für die Kategorien gut bis exzellent gesenkt. Dies schlägt sich heute Morgen im grünen Vorzeichen beim Chicagoer Mais nieder.
 
An der Matif standen die Maisnotierungen bei sehr dünnem Handelsvolumen unter Druck und die vorderen Termine gaben 1,50 €/t nach. Der November schloss knapp unter und der 178 €/t. (St)
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