Märkte am Mittag

Keine Druckpartien bei Qualitäten


Erwartungsgemäß werden die besseren Aufmischqualitäten von den Erzeugern eingelagert. Druckpartien spielen bei den Premiumqualitäten ohnehin keine Rolle. Die Preise der unterschiedlichen Partien pendeln sich allmählich ein. So notiert die Produktenbörse Stuttgart A-Weizen mit 13 Prozent Protein und 250 Fallzahl für September mit 166 bis 168 €/t franko und für September/Dezember mit 172 bis 175 €/t. Für die gleichen Termine wird B-Weizen mit 11,5 Prozent Protein und 220 Fallzahl um 154 bis 155 beziehngsweise mit 162 bis 165 €/t franko bewertet. Futterweizen ist prompt mit etwa 149 bis 152 in Großraum Suttgart zu haben.

Niedrige Mehlabschlüsse problematisch

Noch fällt es den Mühlen etwas schwer, sich an die höheren Forderungen für Aufmischweizen zu gewöhnen. Etliche Verarbeiter sind froh, dass sie noch nennenswerte Vorräte aus der alten Ernte in den Silos haben. Angeischts der guten internationalen Getreideversorgung hoffen sie, dass die Notierungen "nicht in den Himmel wachsen". Problematisch sind zudem die vergleichsweise niedrigen Mehlabschlüsse. Auch meint man, dass das Marktumfeld doch wohl eher schwach gestimmt sei.

Verhalten ist das Geschäft mit Braugerste. Dazu tragen auch die vergleichsweise hohen Prämien bei. Aufgrund des fehlenden Malzabsatzes zeigt sich die Verarbeitungsindustrie mit Neuabschlüssen auffallend zurückhaltend. Käufer sind jedenfalls in diesen Tagen die Ausnahme. Andererseits rückt bereits die Ernte 2017 stärker in den Fokus der Marktbeteiligten.

Abwartende Haltung in Mischfutterindustrie

Der Markt mit alterntigem Mais dümpelt lustlos vor sich hin. Die neue Ernte gerät wegen der internationalen Aussichten etwas unter Druck. Zuletzt gaben vor allem die Offerten aus Ungarn und sogar Polen deutlich nach. Die Mischfutterindustrie nimmt vor diesem Hintergrund eine abwartende Haltung ein. (HH)   
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