Märkte am Morgen: Ölsaaten

Keine Erholung für Rohöl in Sicht

Raps: Die stabile und freundliche Tendenz für Raps hielt an. Die alterntigen Termine zogen trotz eines etwas festeren Eurokurses 1 €/t an, allerdings bei sehr ruhigem Geschäft. Die geschlossene Chicagoer Börse machte sich nur in den verhaltenen Umsätzen bemerkbar.
In Winnipeg konnte sich Canola-Raps dagegen nicht halten. Die der Frontmonat fiel nach einem leichten Minus unter die psychologische Marke von 450 Can-$/t.
 
Aus Malaysia kamen etwas schwächere Vorgaben vom Palmöl. Schätzungen gehen davon aus, dass die diesjährige Palmölproduktion Malaysias aufgrund guter Erträge 20,3 bis 20,9 Mio. t betragen könnte. Im Vorjahr lag die Produktion offiziellen Zahlen zufolge bei knapp 19,7 Mio. t und 2,3 Prozent über 2013. Die Palmölexporte Malaysias legten im Vorjahr 4,8 Prozent auf knapp 17,3 Mio. t zu.
 
Sojakomplex: Die Sojabohnen- und Sojaschrotnotierungen zeigen heute Morgen bei der elektronischen Börse in Chicago rote Vorzeichen. Es bleibt abzuwarten, wie die Paketbörse auf die Wettermodelle für Südamerika reagieren wird. In den zentralen westlichen Anbaugebieten Brasiliens hat es seit Jahresanfang kaum geregnet und die nächsten Tage lassen sich keine Niederschläge erwarten. Die Sojabohnenernte in Brasilien hat begonnen und laut Schätzungen von AgRural sind ein Prozent geerntet. Der Wert entspricht dem üblichen Stand zu dieser Jahreszeit.
 
Rohöl: Die Notierungen finden noch keinen Bodensatz. Die Vortagsrallye wurde postwendend beendet. Brent Crudöl verlor 1,33 US-$/Barrel und fiel wieder unter die 50-Dollar-Marke. Heute Morgen setzt sich der Preisverfall für die beiden führenden Ölsorten fort. Die internationale Energieagentur IEA beobachtet bereits erste Wirkungen auf die Schieferölproduktion in USA. Die Anzahl der Bohrlöcher geht zurück.
Der Irak baut seine Ölförderung auf 4 Mio. t am Tag stärker als erwartet aus. Künftig will er zusammen mit der kurdischen Autonomieregion täglich 3,3 Mio. Fass Rohöl exportieren. Experten sehen die Ölpreis weiter in der Defensive und halten Kurse von 40 US-$/Barrel oder niedriger für möglich. (St)
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