Märkte am Morgen: Ölsaaten

Keine einheitlichen Tendenzen


Sojakomplex: Spekulationen über eine mögliche größere US-Sojabohnenfläche drückten auf die Stimmung. Die Julibohne verlor 8,2 Cent/bushel und schloss mit 9,65 US-$/bushel. Schrot verlor für diesen Termin 3,3 US-$ und fiel auf 314 US-$/short ton. Sojaöl konnte sich behaupten. Die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 349.400 t Sojabohnen lagen zudem unter den Erwartungen des Marktes.
 
Die nassen Bedingungen in weiten Teilen des mittleren Westens und Rückstände bei der US-Maisaussaat schüren neue Spekulationen, dass die amerikanischen Farmer mehr Sojabohnen zulasten von Mais anbauen könnten, als  prognostiziert. Die Sojabohnenaussaat in den USA war zum Wochenende zu 14 % abgeschlossen, liegt inzwischen aber 3 % unter den Durchschnittswerten der Vorjahre.
 
Raps: Die Rapskurse an der Matif machten erneut Boden gut. Der August legte 3,25 €/t auf 373,50 €/t gut. Auch die übrigen Termine der neuen Ernte zogen an.
In Winnipeg war die Situation ähnlich, die neue Ernte legte etwas zu, der November-Kurs schob sich auf über 507 Can-$/t hoch. Die anhaltenden Wetterprobleme bei der Aussaat im westlichen Kanada stützen und noch immer ist ein Teil der letztjährigen Canola Ernte nicht geerntet.
 
Palmöl: Mit überschaubaren Kursgewinnen gehen die Palmöl-Futures aus der Sitzung.  Heute Morgen geben die Kurse in Malaysia leicht nach.
 
Rohöl: Die leichte Stabilisierung setzte sich mit Kursgewinnen von 0,24 US-$ auf 49,12 US-$/Barrel für Brent-Crudeöl fort. WTI legte ebenfalls etwas zu. Angeblich sollen sich Saudi-Arabien und Russland auf ministerieller  Ebene für eine Verlängerung der Produktionseinschränkungen für die zweite Jahreshälfte und sogar bis 2018 hinein ausgesprochen haben. Für Irritationen im Markt sorgte eine Meldung aus dem Iran, nach der der Iran seine Ölproduktion künftig um 80 % und 3 Mio. Barrel täglich steigern will. Zurzeit produziert der Iran 3,77 Mio. Barrel Rohöl täglich. (St) 
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