Märkte am Morgen: Getreide

Kleine Korrektur bei Weizen

Weizen: Die Nachrichtenlage für Weizen war äußerst dünn. Fundamental gibt es keine neuen Erkenntnisse. Die Kurse an der Matif drehten mit schwächeren Chicagoer  Vorgaben von grün nach rot und verloren 0,75 €/t für die beiden vorderen Termine. Der Dezember schloss mit 175,75 €/t.
 
In Chicago setzen die schwachen Agrar-Commodities und Gewinnmitnahmen die  Weizen-Futures etwas unter Druck. Die Notizverluste blieben mit 2,2 Cent/bushel überschaubar. Der Dezember hielt sich oberhalb der 5-Dollar-Marke.
 
Die Nachrichtenlage konzentrierte sich im wesentlichen auf Meldungen vom Schwarzen Meer. Nach Einschätzung von SovEcon lässt die Trockenheit in Russland und der Ukraine noch keine signifikanten Risiken für die Winterweizenaussaat erwarten.
 
Der russische Weizenexport hat in September ordentlich zugelegt und mit 4,8 Mio. t einen neuen Monatsrekord erreicht. Die Ukraine hat im Laufe des neuen Wirtschaftsjahres 4,8 Mio. t Weizen exportiert. Offiziellen Aussagen zufolge will die Ukraine in dieser Kampagne 36 Mio. t Getreide exportieren. Dies wären 1 Mio. t mehr als im Vorjahr, trotz der mit knapp 60 Mio. t mehr als 4 Mio. t kleinere Ernte gegenüber dem Vorjahr.
 
Mais: Das schwache Gesamtumfeld drückte den Chicagoer Mais 2,2 Cent/bushel für die vorderen Termine ins Minus. Die US-Maisernte kommt gut voran, Wochenanfang waren 18 Prozent unter Dach und Fach. Inzwischen sind 71 Prozent der Bestände reif und die Erträge fallen besser als erwartet aus.
 
An der Matif gaben die Maisnotierungen nach fünf freundlicheren Sitzungen wieder nach. Der November fiel nach einem Minus von 1,75 €/t auf 163,50 €/t. (St) 
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