Märkte am Morgen: Getreide

Kleine Korrekturen bei Weizen

Weizen: Die Nachrichtenlage zur Wochenmitte war ausgesprochen dünn. In Chicago setzten kleinere Gewinnmitnahmen die Weizenfutures etwas unter Druck. Die Verluste hielten sich in überschaubarem Rahmen. Die Fonds bauen ihre long-Positionen weiter aus.
An der Matif gaben die Weizenkurse bei vergleichsweise ruhigem Handel mit den schwächeren Vorgaben aus Chicago bis zu 0,75 €/t nach.
 
Die US-Weizennotierungen werden weiterhin von Trockenheit in den südlichen Plains gestützt. Dort wacht der Weizen aus seiner Winterruhe auf und zum Vegetationsstart fehlt es ihm an ausreichender Bodenfeuchtigkeit. In den kommenden zehn Tagen sind kaum Niederschläge in den trockeneren Gebieten Kansas, Oklahoma Texas zu erwarten.
 
In Kansas, dem wichtigsten Anbaugebiet für den Hard-Red-Winterweizen haben die Feldbestände den harten Winter nicht unbeschadet überstanden. Beobachter vor Ort gehen davon aus, dass in den zentralen Anbaugebieten rund 20 Prozent der Weizenflächen geschädigt sind. Laut der wöchentlichen Feldbonitierung sehen 21 Prozent der Bestände in Kansas schlecht bis sehr schlecht aus.
 
Mais: Nach dem festen Vortag gaben die Maisnotierungen in Chicago wieder etwas nach. Der Markt beschäftigt sich mit Spekulationen und Hochrechnungen über die kommende Maisanbaufläche in den USA. Umfragen von Bloomberg und die jüngste Schätzung von Informa bewegen sich um die 93 Mio. acres.
 
In Paris notierte Mais durchwachsen, aber neutral. Die beiden alterntigen Termine gaben leicht nach, die neue Ernte konnte sich gut behaupten. (St)
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