Märkte am Morgen: Getreide

Kleine Kursgewinne für Weizen


Weizen: Die Matif ließ sich zum Wochenschluss von freundlichen Vorgaben aus Übersee inspirieren und legte leicht zu. Der Mai profitierte von Technik und schloss nach einem Plus von 2 €/t mit 169,25 €/t. Der Frontmonat hat am Mittwoch dieser Woche seinen letzten Handelstag und am Freitagmorgen standen noch über 10.000 Kontrakte offen. Die neue Ernte legte bis zu 1,50 €/t  auf 173 €/t für den Dezember zu. Am Hamburger Markt forderten die Abgeber nach den vorangegangenen Notizverlusten für  Weizen Basis 12 % Protein ein Aufgeld von 7 €/t. Die Kaufideen lagen 2 €/t darunter.
 
Frankreich korrigierte die Bonitierung für seine Winterweizenbestände erneut nach unten. Immerhin sehen noch 74 Prozent des französischen Winterweizens gut bis exzellent aus.
 
In Chicago preiste die Börse wieder eine Risikoprämie für den Weizen ein. Die neuerntigen Termine legen bis zu 4,4 Cent/bushel zu, der Juli schloss mit 4,42 US-$/bushel. Auf der Erntebereisung in Kansas gingen die Teilnehmer zwar von besseren Erträgen als im Schnitt der Vorjahre aus, sahen sich aber außerstande, eine Analyse der Schäden durch den Schneesturm vorzunehmen. Marktexperten gehen davon aus, dass es Wochen dauern kann, bis sich das Ausmaß der Schäden quantifizieren lässt. Zum Wochenauftakt notiert Weizen in Chicago vorbörslich etwas schwächer.
 
Die Fonds reduzierten in der vergangenen Berichtswoche ihre short-Positionen beim Chicagoer Weizen um  fast 38.000 Kontrakte und in Kansas um mehr als 17.000 Kontrakte reduziert. Der Blizzard löste die erste größere technisch bedingte Korrektur am US-Weizenmarkt seit Wochen und Monaten aus. Die Fonds halten aber weiterhin noch umfangreiche netto-Shortpositionen, die für kurzfristige Kursausschläge nach oben gut sind.
 
In Kanada lagen die Weizenbestände zum Stichtag Ende März mit 16,6 Mio. t fast 16 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Experten hatten aber noch mit höheren Weizenbeständen in Kanada gerechnet und die Schätzung löste keine zusätzliche Börsenreaktion aus.
 
Mais: Die Überschwemmungen und Verzögerungen bei der US-Maisaussaat ließen die Chicagoer Maiskurse wieder anziehen. Der Juli legte 4,2 Cent/bushel auf 3,71 US-$/bushel zu. Die nächsten Tage zeichnen sich durchwachsendes Wetter und keine optimalen Aussaatbedingungen in Mittleren Westen ab.
 
China ist nach einer Ausschreibung 2,2 Mio. t Mais losgeworden, die es seit 2012 bzw. 2013 in den Staats Lägern hortet.  
 
An der Matif notierte vorderer Mais neutral. Der Juni schloss gut behauptet mit 174 €/t. (St)
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