Märkte am Morgen: Ölsaaten

Kleine Rallye bringt die Kurse hoch

Sojakomplex: Der gesamte Komplex setzt seine kleine Rally fort. Die Januar-Bohne legte 15,2 Cent/bushel auf 8,92 US-$/bushel zu und machte in den beiden Vortage rund 30 Cent/bushel gut. Schrot verbesserte sich für den Januartermin um 5,10 US-$/short ton auf 281 US-$/short ton. Sojaöl legt ebenfalls zu.
 
Shortabdeckungen und Technik in Verbindung mit Spekulationen über das Wetter in Brasilien lösten die Kursgewinne aus.  Unterschwellig stützte die reduzierte Informa-Schätzung für die kommende Sojabohnenfläche der USA zusätzlich. Von einer ausgesprochenen Jahresschlussrallye dürften die jüngsten Kursgewinne allerdings weit entfernt sein, denn heute Morgen notiert der Sojakomplex wieder mit leicht gedrücken Vorzeichen.
 
In Nordbrasilien, wo für die Sojabohnen die kritische Wachstumsphase beginnt, soll es in den nächsten zehn Tagen trocken bleiben. Auch in Teilen in Zentralbrasilien erwarten die Meteorologen in den nächsten Tagen keine Niederschläge.
 
In Argentinien bahnen sich nach der Abwertung des Pesos schon bald größere Sojabohnen-Verkäufe der Farmer an. Analysten der Getreidebörse Buenos Aires erwarten in den kommenden drei Monaten Verkäufe von 8 bis 10 Mio. t Sojabohnen seitens der argentinischen Farmer. Die Farmer-Lobby geht davon aus, dass die argentinische Landwirtschaft etwa 13 Mio. t Sojabohnen hortet.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif konnten sich zumindest etwas von den vorangegangenen Schwächeanfällen erholen. Der Februar bewegte sich zeitweise knapp 7 €/t im grünen Bereich. Zum Börsenschluss notierte der Frontmonat nach einem  Plus von 5,75 €/t bei 373,50 €/t. Für die Schwankungen der Matif fehlen schlüssige Erklärungen. Die jüngsten Entwicklungen verschärfen die erhebliche Verunsicherung an den physischen Märkten.
 
In Winnipeg beendeten die Canola-Kurse ihre schwache Vortagsserie mit Notizgewinnen bis zu 3,90 Can-$/t. Spekulative Käufe, ein schwächerer kanadische Dollarkurs und feste Bohnen und Sojaöl unterstützen.
 
Palmöl: Palmöl machte zum Wochenschluss ebenfalls etwas Boden gut und zeigt heute Morgen erneut grüne Vorzeichen. Indonesien hat im November zwar 8,6 Prozent weniger Palmöl als im Vorjahreszeitraum exportiert, aber seine Ausfuhrmengen im gesamten Jahresverlauf erheblich gesteigert. Nach vorläufigen Ergebnissen wird die diesjährige Palmölernte Indonesiens mit 33,1 Mio. t das Vorjahresergebnis um 5 Prozent übertreffen. Die Palmöl-Exporte aus Indonesien werden 2015 Hochrechnungen zufolge aber überproportional um 19 Prozent auf 25 Mio. t ansteigen.
 
Rohöl: Der Markt bleibt unter Druck. Sowohl Brent-Crudeöl als auch WTI-Rohöl verloren erneut, wenn auch nur überschaubar. Brent schloss mit 36,88 US-$/Barrel. Die US-Energiebehörde EIA erwartet für 2016 bei der Ölförderung außerhalb der Opec-Länder   den stärksten Produktionsrückgang seit 24 Jahren. Nach Einschätzung der Commerzbank sollte dies eine Preiserholung am Rohölmarkt anschieben. (St) 
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