Märkte am Morgen: Getreide

Konsolidierung am Weizenmarkt

Weizen: An der Matif ließen Konsolidierungstendenzen den Weizen etwas schwächer schließen. Der März und der Mai verloren 1,25 €/t. Der März notierte knapp unter 170 und der Mai knapp unter 172 €/t. Anscheinend halten sich die Befürchtungen über mögliche Auswinterungsschäden in der EU und in Osteuropa in Grenzen. Unterschwellig werden die Weizenpreise durch Logistikschwierigkeiten in der Schwarzmeerregion unterstützt, wo der Winter die Getreide-Verladungen behindert.
 
In den deutschen Seehäfen steht die Verladung von 31.000 t Weizen nach dem Iran an. Die Nachfrage der Exporteure bleibt stetig und am Hamburger Markt waren die Kassa-Prämien auf Matif-März mit 4 €/t auf der Geldseite bzw. 4,50 bis 5,00 €/t auf der Briefseite für Weizen Basis 12 % Protein unverändert.
 
In Chicago bewegte sich bei Weizen wenig. Die Kurse schlossen mehr oder weniger neutral. Der März notierte mit 4,27 US-$/bushel. Stabilisierend wirkten sich die Erwartungen an eine kleinere US-Weizenanbaufläche in diesem Jahr aus. Analysten gehen davon aus, dass das USDA in seinem morgigen Report die Weizenfläche 5 % niedriger als im Vorjahr ausweisen wird.
 
In Brasilien hat das Getreideamt Conab den Weizen-Importbedarf des Landes um 850.000 t auf knapp 6 Mio. t angehoben. Die Exporte würden danach 440.000 t größer als im Vorjahr ausfallen. Wichtigster Lieferant ist Argentinien, aber auch rund 1 Mio. t US-Weizen fanden seit August 2016 den Weg in die brasilianischen Häfen.
 
Mais: Positionsbereinigungen vor dem morgigen USDA-Report ließen die Maisnotierungen in Chicago geringfügig schwächer schließen. Der März notierte mit 3,58 US-$/bushel.
 
Die brasilianische Agrarbehörde Conab schätzt die kommende brasilianische Maisernte  mit 84,5 Mio. t konservativ ein und liegt 2 Mio. t unter den USDA-Zahlen. Die meisten  Analysten gehen sogar von einer Ernte von rund 87 Mio. t aus. Der Iran hat einen  Tender über 120.000 t Mais und 180.000 t Gerste eröffnet.
 
In Paris gab Mais mit Weizen etwas nach. Die drei vorderen Termine verloren 0,75 €/t. Der März schloss mit 169 €/t. (St) 
stats