Märkte am Morgen: Getreide

Konsolidierungstag an der Matif

Weizen: An der Matif setzte sich die Konsolidierung des Vortags fort. Der Januar verlor 0,75 €/t, die Folgetermine gaben noch etwas mehr nach. Die zeitweise schwachen Vorgaben aus Chicago belasteten ebenfalls.
 
Gestützt wird der europäische Weizen durch die lebhafte Exportnachfrage. In dieser Woche hat die EU-Kommission neue Exportlizenzen für Weichweizen von 729.000 t erteilt. Davon wurden 256.000 t von in Deutschland ansässigen Exporteuren gezogen. In der Summe haben sich die europäischen Weichweizenexporte in dieser Kampagne auf knapp 12,8 Mio. t addiert.
 
In Chicago notierte Weizen für die beiden vorderen Termine mit hellgrünen Vorzeichen, die Folgetermine konnten sich aber nur noch knapp behaupten. Die schwachen wöchentlichen US-Exportzahlen von 319.000 t Weizen hoben die Stimmung in Chicago nicht unbedingt an.
 
Statistics Canada hat die kanadische Weizenernte um 1,8 Mio. t auf 29,3 Mio. t nach oben korrigiert. Dies ist weit mehr, als im Markt erwartet wurde. Gegenüber der Rekordernte des Vorjahres fällt die diesjährige kanadische Weizenernte aber 22 Prozent kleiner aus.  
 
In der Ukraine scheint der scharfe Frost dem Winterweizen kaum zugesetzt zu haben, schätzen meteorologische Institute vor Ort den Zustand der Bestände ein. Auch für Russland werden derzeit weniger Bedenken über mögliche Auswinterungsschäden und kommende Exportrestriktionen laut. Kasachstan will im nächsten Jahr 9 bis 10 Mio. t Weizen in der Golfregion absetzen.
 
Mais/Gerste: Die Maiskurse in Chicago profitierten von den weitaus höheren als erwarteten wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 1,2 Mio. t. Die jüngsten Zahlen nährten Spekulationen über steigende Nachfrage nach amerikanischem Mais, zumal sich die fob-Preise in den USA zuletzt etwas abgeschwächt haben. In der Ukraine könnten zudem Logistikprobleme in den Wintermonaten die Maisexporte beeinträchtigen.  
 
An der Matif gab Mais mit schwachem Weizen bis zu 1,75 €/t nach. Der Januar notierte bei Börsenschluss bei 154,50 €/t. Die Maisimporte in die EU gewinnen deutlich an Fahrt. In dieser Woche wurden neue Importlizenzen über 231.000 t gezogen. Auf der Exportseite haben sich die zuletzt lebhaften Gerstenexporte abgeschwächt. Für Gerste wurden nur noch 56.000 t neue Exportlizenzen dieser Woche genommen. (St)
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