Märkte am Morgen: Ölsaaten

Korrektur für Raps setzt sich fort

Sojakomplex: Die anfänglichen Kursgewinne ließen sich im Sitzungsverlauf nicht halten. Bei Börsenschluss stand ein Minus von bis zu 3,6 Cent/bushel an den Chicagoer Sojabohnennotierungen. Der Mai schloss mit 10,33 US-$/bushel. Schrot verlor für die beiden vorderen Termine 2,4 US-$ und der Mai fiel auf 339,5 US-$/short ton. Positionsbereinigungen vor der Outlook-Konferenz des USDA drückten auf die Sojakurse. Den Markterwartungen zufolge könnte der US-Sojaanbau in diesem Jahr die Maisanbaufläche übersteigen. Laut einer Bloomberg-Umfrage erwarten die Analysten im Schnitt einen Anstieg der US-Sojafläche um 5,9 % auf 88,3 Mio. acres.
 
An der südamerikanischen Wetterfront gab es wenig Neues. In Argentinien ist die derzeitige Wetterlage in den Kerngebieten des Sojaanbaus nicht optimal, doch in trockeneren Landesgebieten sorgen die jüngsten Niederschläge für günstigere Wachstumsbedingungen. In Brasilien nimmt das Sojaangebot mit zunehmendem Erntefortschritt zu. In den brasilianischen Häfen wurden in bisherigen Verlauf des Februars 3,8 Mio. t Bohnen verladen, weitere 3 Mio. t sind bis Monatsende für den Export gebucht.
 
Raps: Die Korrekturphase für Raps setzte sich fort. Der Mai verlor erneut 2,25 €/t und  fiel auf 416,25 €/t. Der schwächere Sojakomplex, die Erwartung an umfangreiche Rapsimporte Australiens, gedrückte Margen der Ölmühlen und technische Verkäufe dürften die die jüngste Korrekturen eingeleitet haben.
In Winnipeg gewann Canola dagegen mit Währungseinflüssen und legte leicht zu. Der März schloss mit rund 518 Can-$/t.
 
Palmöl: Ein kleines Strohfeuer sorgte in Kuala Lumpur für eine temporäre Erholung der Palmölnotierungen. Die Tendenz bleibt schwach und die Korrektur setzt sich fort, denn heute Morgen geben die Kurse wieder stärker nach. Der Mai fällt unter 2800 MYR und  der Frontmonat März unter die psychologische Marke von 3000 MYR.
 
Rohöl: Eine Gegenreaktion auf die vorangegangenen Notizgewinne und Gewinnmitnahmen ließen Rohöl wieder schwächer schließen. Brent-Crudeöl verlor 0,82 US-$ und fiel auf 55,84 US-$/Barrel. WTI-Öl gab ebenfalls nach. Heute Morgen bewegen sich die Vorzeichen am Terminmarkt im grünen Bereich, denn die US-Ölobby API geht entgegen den Erwartungen der Analysten von sinkenden wöchentlichen US-Rohölbeständen aus. (St)
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