Märkte am Morgen: Ölsaaten

Korrekturphase hält an

Sojakomplex: Die Korrekturphase für Sojabohnen hielt nach dem bärischen USDA-Report an. Anschlussverkäufe drückten den November 20 Cent/bushel auf 9,44 US-$/bushel nach unten. Der Kurs konnte aber noch auf einer Stützungslinie aufsetzen. Sojaschot verlor ebenfalls und der Oktober gab 6,2 US-$/short ton nach. Zusätzlicher Druck auf die Chicagoer Kurse kam durch eine schwächere brasilianische Währung und einen festeren US-Dollarkurs auf. Die wöchentliche Bonitierung weist die US-Sojabohnenbestände zudem mit 73 % unverändert gut bis sehr gut aus.
 
Für Brasilien rechnet die Beratungsorganisationen Cereles mit einem Anstieg der  kommenden Sojabohnenfläche von 2,6 % und hält eine brasilianische Rekordernte von ein von fast 103 Mio. t für möglich. Die brasilianischen Bohnenexporte könnten laut Cereles in der neuen Saison um 3,7 % auf 56 Mio. t anwachsen.
 
Raps: Der Druck vom Sojamarkt ließ die Rapsnotierungen an der Matif weiter fallen. Der November verlor 4,25 €/t und notierte mit 371,50 €/t. Die übrigen Termine gaben ebenfalls nach.
In Winnipeg fielen die Notizverluste für Canola-Raps etwas kleiner aus. Die Kurse gaben im Schnitt um die 3 Can-$/t nach. In Westkanada beeinträchtigt erster Frost die laufende Rapsernte.
 
Palmöl: Die Korrekturphase setzt sich fort. Nach den gestrigen deutlicheren Kursverlusten steht Palmöl in Malaysia heute Morgen erneut unter Druck.
 
Rohöl: Ein etwas fester US-Dollarkurs und negative Nachfragesignale ließen Rohöl  wieder schwächer schließen. Brent-Crudeöl verlor 1,22 US-$ und fiel auf 47,10 US-$/Barrel. WTI-Öl rutschte auf unter 45 US-$/Barrel ab. Die IEA senkte ihre Bedarfsprognose aufgrund einer verhaltenen Nachfrage Indiens und Chinas. Die Opec  rechnet für 2017 mit einem Nachfragerückgang von 530.000 Barrel für Opec-Öl pro Tag aufgrund eines größeren Angebotes außerhalb des Kartells. (St)  
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