Märkte am Morgen: Getreide

Korrekturphase setzt sich fort

Weizen: Die Korrekturphase am europäischen Weizenmarkt setzt sich fort. Die vorderen Termine verloren an der Matif bis 3,75 €/t, der Dezember fiel auf 170,00 €/t. Schwache Vorgaben aus Chicago und die sich abzeichnende große Weizenernte in der EU dürfen für Druck gesorgt haben. Die Qualität der kommenden Ernte steht allerdings einem anderen Blatt. In der Schwarzmeerregion gibt es inzwischen ebenfalls erhebliche Qualitätsorgen, denn in der Ukraine kamen im Mai die größten  Niederschlagsmengen seit 20 Jahren herunter. Allerdings gibt es aber auch erste Stimmen, die die Qualitätsbefürchtungen für die Weizenernten in Europa für etwas überzogen halten.
 
In Chicago setzte sich die schwächere Tendenz der Vortage ebenfalls fort. Die Kurse gaben bis zu 6,2 Cent/bushel nach. Der Juli fiel auf 4,85 US-$/bushel. Fortschritte bei der US-Weizenernte und ein festerer Dollarkurs drückten.

In Australien hat das Getreideamt Abares die guten Aussichten für die nächste  Weizenernte bestätigt. Die vorangegangene Prognose wurde um 800.000 t auf 25,4 Mio. t angehoben. Danach könnte Australien 2016/17 mit der größten Weizenernte seit 5 Jahren rechnen.
 
Mais: Die Mais-Futures in Chicago konnten an den festen Vortag anknüpfen. Der Juni legte 6,4 Cent/bushel auf 4,63 US-$/bushel zu. Die Wetteraussichten verheißen für den Mittleren Westen in den kommenden Tagen kaum Niederschläge und sehr warmes Wetter. Der kritische Monat für die US-Maisbestände ist zwar der Juli, doch in der Delta-Region hat die Blütephase bei Mais bereits eingesetzt.
 
Auch die schwächere brasilianische Maisernte bleibt weiterhin ein stabilisierender Preisfaktor. Nach den jüngsten USDA-Zahlen wird Brasilien diesem Jahr vermutlich Nettoimporteur werden und einen Importbedarf von 1,1 Mio. t Mais haben.
 
In Paris korrigierte Mais mit schwächerem Weizen etwas nach unten. Der August verlor 1,75 €/t. Bei einem Schlusskurs von 186 €/t halten sich die Maispreise allerdings auf ihrem relativ hohen Niveau. (St)
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