Märkte am Morgen: Ölsaaten

Korrekturphase setzt sich fort

Sojakomplex: Die Korrekturphase für Sojabohnen hielt an. Der aktivste Monat Mai verlor 11,4 Cent/bushel und schloss mit 10,43 US-$/bushel. Im Wochenverlauf musste der Mai in der Summe Verluste von 27 Cent/bushel einstecken. Der Fokus des Marktes und der chinesischen Käufer richtet sich verstärkt auf die südamerikanische Sojabohnenernte. Sojaschrot notierte ebenfalls schwächer. Der März verlor 2,4 US-$  und schloss mit 340 US-$/short ton. Sojaöl gab in den Vortagen am deutlichsten nach und verlor im Wochenverlauf 5 % an Wert. Heute muss der Ölsaatenmarkt ohne Vorgaben aus Chicago auskommen, denn die Börse bleibt feiertagsbedingt geschlossen.
 
Im Mato Grosso kam die Sojabohnenernte zuletzt recht zügig voran. Am Wochenende waren 52 % der Erntearbeiten abgeschlossen. Die Wetterprognosen für Brasilien sagen für diese Woche aber anhaltende Schauer- und Gewittertätigkeit in den zentralen und nördlichen Landesteilen voraus und lassen Unterbrechungen der Sojabohnenernte erwarten.
 
Raps: Mit gedrücktem Sojamarkt und der schärferen Korrektur für Palmöl gaben auch die Raps-Futures nach. An der Matif verlor der Mai zwar 2,75 €/t, hielt sich aber mit  einem Schlusskurs von 423,25 €/t auf hohem Niveau. Die neue Ernte verlor 2,50 € für den August-Termin.
Auch in Winnipeg notierte Canola unter roten Vorzeichen. Der März verlor 3,60 Can-$/t und rutschte unter die Stützungslinie von 520 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Palmölnotierungen in Malaysia korrigierten mit Notizverlusten von bis zu 71 MYR schärfer nach unten. Die Korrektur des Vortags setzt sich fort und die Kurse fielen auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Charttechnische basierte Verkäufe, gedrückte Palmölpreise in China und die Erwartung an eine wieder steigende Palmölproduktion belasten. Heute Morgen zeichnet sich in Kuala Lumpur eine leichte Erholung ab.
 
Rohöl: Die Kurse halten sich seitwärts und notieren gut behauptet. Brent Crudeöl schloss mit 55,81 US-$/bushel. Heute Morgen sind die Vorgaben von Rohölmarkt freundlich, denn es kursieren Gerüchte, dass die Opec ihre Produktionskürzungen über dem 1. Juli dieses Jahres hinaus verlängern könnte.  (St) 
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