Märkte am Morgen: Getreide

Kursanstieg setzt sich fort

Weizen: Die Unsicherheit über die Auswirkungen der Hitzewelle trieb die Weizennotierungen in Paris erneut nach oben. Der September legte 4 €/t auf 205 €/t zu. Die weiteren Termine verbuchten ähnliche Notizgewinne. In den vergangenen fünf Handelstagen haben die Weizen-Futures an der Matif rund 10 Prozent zugelegt. Händler halten nun eine kurzfristige Konsolidierungsphase für möglich. Am Hamburger Markt notierte Weizen Basis12 Prozent Protein und September 0,50 bis 1,50 €/t über dem Matif-Dezemberkurs.
 
In Chicago gab Weizen seine Tagesgewinne gegen Ende der Sitzung wieder zu einem Großteil ab. Trotz Gewinnmitnahmen schließen die  Kurse dennoch etwas fester. Heute finden in Chicago keine Notierungen statt, denn die Börse ist am Vortag des morgigen Unabhängigkeits-Feiertag in den USA geschlossen. In Kansas sind die Erträge und Qualitäten beim HRW-Weizen besser als gedacht. Die wöchentlichen US-Exportzahlen für Weizen bezifferte das USDA auf 364.000 t
 
Ägypten hat einen Weizentender über 60.000 t in Rumänien gekauft. Der Preis lag bei 202,82 US-$/t fob, plus 9,65 US-$/t Fracht. In der EU wurden in dieser Woche neue Exportlizenzen für Weichweizen von 304.000 t gezogen. Mit 31,3 Mio. t für das gesamte Wirtschaftsjahr 2014/15 übertreffen die Weichweizenexporte der EU das Vorjahresergebnis von 28 Mio. t deutlich. Auf der Importseite schlagen Weizeneinfuhren von knapp 3,2 Mio. t (Vorjahr 1,8 Mio. t) bei der Bilanz zu Buche. Die Ukraine vermeldet ebenfalls ein Rekord-Weizenausfuhr im abgelaufenen Wirtschaftsjahr von 10,9 Mio. t.
 
Mais: Auch bei Mais bleibt die Tendenz ausgesprochen fest. Chicago legte wieder bis zu 6,0 Cent/bushel zu und notierte den Mais auf dem höchsten Stand seit sechs Monaten. Die Analysten von Informa korrigierten ihre Prognose für die kommende US-Maisernte auf 340,7 Mio. t nach unten. Das USDA schätze zuletzt noch 346 Mio. t. Die Maisbestände in einigen Teilen des mittleren Westens sehen nach Einschätzung von Beobachtern vor Ort alles andere als gut aus. Durch die Nässe hat der Mais zum Teil  schon eine Gelbfärbung angenommen.  
 
Die Hitzewelle in Europa trieb die Maisnotierungen der Matif erneut nach oben. Der November legte 5 €/t auf 195,50 €/t zu. Die europäischen Maisnotierung bewegen sich seit neun Tagen aufwärts und haben in dieser Zeit rund 20 Prozent bzw. 33 €/t für den Dezember zugelegt.
 
Die Lizenzziehungen für Maisimporte in die EU haben sich in dieser Woche auf 82.000 t reduziert. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr hat die EU 9,2 Mio. t Mais importiert und liegt damit erheblich unter dem Vorjahreswert von 14,5 Mio. t. (St)
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