Märkte am Morgen: Getreide

Kurse etwas schwächer

Weizen: An der Matif hielten sich die Kurse längere Zeit im grünen Bereich, bis die  Vorgaben aus Übersee den europäischen Weizen knapp in den roten Bereich drückten.  Der März notierte bei 145,50 €/t, der weitaus aktivere Mai-Future mit 153,25 €/t.
 
Am Hamburger Markt haben sich die Weizenpreise etwas befestigen können. Für Weizen Basis 12 Prozent Protein wurden nur noch Abschläge von 2,00 bis 3,00 €/t unter Matif-Mai genannt. Zurzeit finden in den deutschen Seehäfen umfangreiche Weizen-Verladungen von 60.000 t für die Türkei und 40.000 t für Südafrika statt. Agenturberichten zufolge sind Exporteure optimistisch, dass Deutschland einen Anteil zum neuen Weizentender Saudi-Arabiens beisteuern kann. Saudi-Arabien hat in der Vorwoche einen Weizentender über 770.000 t eröffnet.
 
In Chicago gaben die Weizenkurse etwas nach. Der Mai notierte mit 4,52 US-$/bushel. Zunächst hatte die kleinere US-Weizenfläche etwas stützen können. Das USDA geht allerdings davon aus, dass die US-Weizenbestände 2016/17 trotz der niedrigeren Weizenfläche auf 27 Mio. t und den höchsten Stand seit fast drei Jahrzehnten ansteigen werden.
 
Mais: Die Chicago Maiskurse schlossen mit einem leichten Minus und der Mai mit 3,59 US-$/bushel. Ein schwaches Gesamtumfeld und ein festerer US-Dollarkurs drückten. In einer ersten Prognose taxierte das USDA auf der Outlook-Konferenz die kommende US-Maisernte für dieses Jahr mit 351 Mio. t und damit 5,5 Mio. t niedriger als im Vorjahr. Aufgrund wettbewerbsfähiger Maisexporte Südamerikas erwartet das USDA allerdings für 2016/17 einen Anstieg der US-Maisbestände auf 49,4 Mio. t und den höchsten Stand seit zwölf Jahren.
 
In Paris verhalfen technische Notizgewinne dem März zu einem Plus von 1,50 €/t. Die offenen Positionen für den in Kürze auslaufenden Frontmonat bauen sich nur langsam ab. Der Juni notierte nach einem leichten Minus knapp unter 151 €/t. (St)
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