Märkte am Morgen: Getreide

Kurse geben deutlich nach

Weizen: Die europäischen Weizenkurse gaben mit Druck aus Chicago und unter Währungseinflüssen nach, für den Frontmonat Mai sogar deutlicher. Der Mai stand unter technischem Einfluss von Glattstellungen und Gewinnmitnahmen und fiel um 4 €/t auf 167,25 €/t zurück. Am kommenden Mittwoch läuft der alterntige Weizenkontrakt an der Matif aus. Die neue Ernte verlor 1,75 €/t und der Dezember schloss mit 171,50 €/t. Die Regenfälle der Vortage haben die zum Teil extrem trockenen Bedingungen in den meisten Teilen Westeuropas gelindert. Am Hamburger Markt blieben die Prämien für Weizen Basis 12 % Protein mit 5 bis 6 €/t über Matif-Mai unverändert. Der Euro gewinnt weiter gegen den Dollar und notiert heute Morgen knapp unter 1,10 US-Dollar.
 
Die EU hat in der Berichtswoche 414.000 t neue Weichweizenexporte, davon 37.000 t aus Deutschland vermeldet. In der Summe haben sich die europäischen Weizenexporte auf 20,7 Mio. t addiert und liegen 19 Prozent hinter dem Vorjahr.
 
In Chicago legte Weizen nach zwei verhaltenen Tagen wieder den Rückwärtsgang ein und die Kursgewinne der Montags-Rallye lösten sich zu einem großen Teil wieder auf. Der Juli fiel nach Gewinnmitnahmen um 16,2 Cent/bushel auf 4,38 US-$/bushel. Die Teilnehmer der Erntebereisung in Kansas gehen trotz der regionalen Schäden durch den Schneesturm mit 46,1 bushel/acre von knapp 11 % höheren Weizenerträgen als im Schnitt der Vorjahre aus.
Die wöchentlichen US-Exportzahlen waren für die auslaufende alte Ernte mit 258.400 t noch halbwegs ordentlich und lagen für die neue Kampagne mit 563.400 t über den Erwartungen.
 
Mais: Mit schwachem Weizen gab auch Mais in Chicago 8,2 Cent/bushel für die vorderen Termine nach. Der Juli notierte mit 3,66 US-$/bushel. Die Überschwemmungen und Hochwasser in Teilen des Mittleren Westens konnten die schwache Tagesstimmung nicht heben, zumal Wetterbesserung in der kommenden Woche in Sicht ist. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 771.600 t Mais fielen neutral aus.   
 
Mais/Gerste: In Paris gab Mais etwas nach. Der Juni notierte knapp unter 174 €/t. Für die Berichtswoche vermeldet die EU-Kommission neue Maisimporte von 177 Mio. t, die sich damit auf 9,7 Mio. t in diesem Wirtschaftsjahr addiert haben. Der Gerstenexport aus der EU läuft auf Sparflamme. Es wurden gerade einmal 14.000 t Gerste exportiert und der gesamte Gerstenexport liegt mit knapp 4,4 Mio. t 53 % unter dem Vorjahreswert. (St) 
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