Märkte am Morgen: Getreide

Kurse geben etwas nach

Weizen: Die zwischenzeitlich freundlichere Tendenz beim europäischen Weizen löste sich mit einsetzender Chicagoer Börse wieder auf. An der Matif blieben die Notizverluste  überschaubar. Der März schloss mit 169 €/t geringfügig schwächer. Es fehlen neue Impulse für den Weizenmarkt. Analysten sehen jedoch die Möglichkeit, dass sich der europäische Weizenmarkt aufgrund der kleineren EU-Ernte etwas den übrigen Märkten abkoppeln könnte. Heute Morgen könnte ein etwas schwächerer Euro, der gegen den Dollar unter 1,07 USD notiert, die europäischen Märkte etwas stabilisieren. Am Hamburger Kassamarkt waren die Prämien auf Matif-März mit 4,5 bis 5,5 €/t stabil.
 
In Frankreich erwartet das Agrarministerium mit 5,17 Mio. hätte eine ähnlich große  Weizenfläche wie im Vorjahr. Einschätzungen aus der französischen Agrar-Lobby zufolge kann Frankreich in diesem Jahr wieder mit einer normalen Weizenernte von 38 bis 40 Mio. t rechnen, nach der sehr schwachen Vorjahresernte von nur 28 Mio. t.
 
In Chicago gaben die Weizenkurse trotz der ansehnlichen wöchentlichen Exportverladungen von mehr als 618.000 t Weizen bis zu 7,6 Cent/bushel nach. Der März fiel auf 4,22 US-$/bushel.
 
In der nördlichen Hemisphäre zeichnen sich derzeit keine größeren Auswinterungsschäden ab. Der Schwarzmeerregion steht zwar ein neuer Kälteeinbruch mit sehr niedrigen Temperaturen bevor, doch die Weizenbestände sollen weitestgehend von einer Schneedecke geschützt sein.
 
Mais: Der Maismarkt gab wenig her. Die Kurse schlossen in Chicago nach einem leichten Minus nicht ganz behauptet. Der März notierte mit 3,64 US-$/bushel. Die ansehnlichen US-Exportanmeldungen von 1,1 Mio. t konnten die Börse nicht beeindrucken. Vielmehr drückten charttechnische Einflüsse, denn der März fiel unter  seinen 200 gleitenden Tage-Durchschnittspreis.
 
An der Matif schloss Mais für den Frontmonat März mit 170 €/t etwas schwächer als am Vortag. Die übrigen Termine zeigten nur geringfügige Kursschwankungen im neutralen Bereich. (St)
 
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