Märkte am Morgen: Getreide

Kurse geben weiter nach

Weizen: Die verhaltene Exportnachfrage, hohe Weizenbestände in Frankreich und etwas schwächere Vorgaben aus Chicago drückten die Matif nach unten. Der Dezember verlor 2,25 €/t und fiel auf 177 €/t. Auch der März gab 2 €/t nach. Im Wochenverlauf büßte der Frontmonat Dezember knapp 9 €/t ein. Frankreich rechnet  nach der Rekord-Weizenernte trotz Weizenausfuhren von 19,6 Mio. t in Drittländer und in die EU zum Ende der Saison mit einem Netto-Weizenüberschuss von 2,5 Mio. t.
 
Kurzfristig könnte der Weizenkauf Algeriens von 550.000 t vom Freitag etwas stützen. Es wird vermutet, dass Algerien den Tender zum größten Teil in Frankreich füllen wird.
 
In Chicago gaben die Weizennotierungen ebenfalls weiter nach. Der Dezember schloss nach einem Wochenverlust von 27 Cent/bushel bei 4,96 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 237.000 t Weizen waren die niedrigsten in diesem Wirtschaftsjahr. Der US-Weizen ist zu teuer und die USA werden zum Ende der Kampagne auf Weizenbeständen sitzen, die gut 44 Prozent ihrer diesjährigen Ernte ausmachen.
 
Mais: Das große globale Angebot und die gute Maisernte in den USA drücken in Chicago erneut auf die Notierungen. Der Dezember verlor 3,6 Cent/bushel und fiel auf 3,58 US-$/bushel, obwohl die wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 641.000 t Mais etwas besser als erwartet ausfielen.


Das US-Analystenhaus Informa rechnet für das kommende Frühjahr mit einer US-Maisfläche von 90,1 Mio. t acres. Die vorangegangen Schätzung wurde zwar um  700.000 acres nach unten korrigiert, implementiert aber eine Ausweitung der US-Maisfläche von knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
 
An der Matif fiel Mais mit schwachem Weizen ab. Der Januar verlor 1 €/t und schloss bei 166 €/t. Die stetige leichte Abwärtstendenz setzt sich trotz der kleinen europäischen Maisernte fort. (St)
 
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