Märkte am Morgen: Getreide

Kurse geben weiter nach


Weizen: An der Matif verlor der Frontmonat Dezember nach lebhaftem Geschäft erneut deutlich und fiel nach einem Minus von 4,25 €/t auf 161 €/t zurück.  Positionsbereinigungen und Glattstellungen sorgten für technischen Verkaufsdruck. Die offenen Positionen für den Dezember-Kontrakt bauen sich stetig ab. Der März gab ebenfalls 3 €/t ab und notierte mit 165,50 €/t. Der Euro legte gegenüber den US-Dollar etwas zu und notiert heute Morgen mit 1,063 US-Dollar.
 
Strategie Grains erwartet für das nächste Wirtschaftsjahr wieder einen Anstieg der europäischen Weichweizenexporte auf 30 Mio. t. Für dieses Jahr gehen die französischen Analysten von einem EU-Weichweizenexport von 24,3 Mio. t aus.
 
In Chicago standen die Weizenkurse ebenfalls unter stärkerem Druck und gaben bis zu 8 Cent/bushel nach. Der März-Kontrakt schloss mit 4,09 US-$/bushel. Die Fonds bauten in der Vorwoche weitere long-Position ab und setzten auf fallende Weizenpreise.
 
Ägypten hat einen Weizentender mit 240.000 t Weizen in Russland gefüllt. Die fob-Preise lagen bei 188,74 und 189,46 US-$/t bei zusätzlichem Frachtkosten von 13,50 US-$/t. Die russische Regierung plant, Syrien mit einer Weizenlieferung von 100.000 t zu unterstützen.
 
Mais: In Chicago verloren die Maisnotierungen für die vorderen Termine mehr als 9  Cent/bushel. Der März fiel auf 3,49 US-$/bushel zurück. Gedrückte Rohölpreise und Liquidationen der Fonds belasten die Sitzung.
 
Das USDA geht in seiner neuen Baseline-Projektion für die nächsten drei Jahre von niedrigeren Maiserträgen als 2016 und rechnet auch mit einer rückläufigen Fläche. Für die kommende Maisaussaat erwartet es eine US-Maisfläche von 90 Mio. acres und einen Rückgang von 4,8 % gegenüber diesem Jahr.   
 
An der Matif verlor Mais bis zu 1,25 €/t. Der Januar schloss mit 164,50 €/t.
 
In China deutet sich eine stark rückläufige Einfuhr von DDGS aus den USA für dieses Jahr von um die 50 % an. Ursache hierfür sind die gesunkenen Maispreise in China und Antidumping-Maßnahmen der chinesischen Regierung gegen die US-Importe. (St)
 
 
stats