Märkte am Morgen: Getreide

Kurse geben weiter nach

Weizen: Die Korrekturphase am europäischen Weizenmarkt setzte sich mit einem überschaubaren Kursverlust von 1 €/t für den Mai fort. Der Mai schließt knapp unter 171  €/t. Die neue Ernte notierte neutral. Charttechnische Einflüsse nach dem Verlust der Stützungslinie könnten für Druck gesorgt haben.
 
Am Hamburger Markt reduzierten die Käufer ihre Gebote in Erwartung weiter fallender Weizenpreise und wollten nur noch ein Aufgeld auf Matif-Mai von 3,0 €/t für Weizen Basis 12 % Protein bewilligen. Die Briefkurse wurden ebenfalls etwas zurückgenommen.
 
In Chicago notierte Weizen neutral bis knapp behauptet. Der Mai schloss mit 4,30 US-$/bushel unverändert wie am Vortag. Shorteindeckungen stützen, der etwas festere US-$ belastete. Im südlichen US-Weizengürtel hat es zudem weniger geregnet, als es die Wettervorhersagen erwarten ließen. Die Bonitierungen der US-Weizenbestände wurden für Kansas und Oklahoma für die Kategorien gut bis exzellent um 3 bzw. 1 % nach unten  korrigiert. Heute Morgen notiert Weizen an der elektronischen Börse in Chicago mit grünen Vorzeichen.
 
Ägypten eröffnet einen Weizentender in unbestimmter Höhe für Verladungen in der zweiten Aprilhälfte. Auch Algerien ist mit einem neuen Tender am Markt, der möglicherweise der letzte für das alte Wirtschaftsjahr sein könnte, wird vermutet.
 
Mais: Die Chicagoer Maiskurse konnten ihre Abwärtsbewegung nach einem größeren Maiseinkauf Chinas in USA stoppen. Der Mai schloss nach einem leichten Plus mit 3,62 US-$/bushel. Die Analysten von Allendale bewegen sich mit ihrer Prognose für die kommende US-Maisfläche mit rund 90 Mio. acres auf gleichem Level wie die USDA-Projektion. Aufgrund niedrigerer Ertragserwartungen rechnet Allendale aber nur mit einer Maisernte von 330 Mio. t in den USA, die 14 % unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen würde.
 
China hat drei Schiffsladungen mit einer Gesamttonnage von etwa 195.000 t in den USA gekauft und soll in Verhandlungen über weitere Käufe sein. Allerdings wird in den nächsten Wochen mit einem drängenden Maisangebot aus Südamerika gerechnet. China hat zwar riesige Maisvorräte, doch die Qualitäten sind zu einem großen Teil  minderwertig und für die Verarbeitung und Veredlung ungeeignet.  
 
An der Matif gaben die Maiskurse etwas nach. Der Juni notierte nach einem Minus von 0,75 €/t bei rund 170 €/t. (St) 
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