Märkte am Morgen: Getreide

Kurse können sich behaupten

Weizen: An der Matif hielt die stetige Tendenz für Weizen mit leichten Notizgewinnen von 0,25 €/t für die beiden vorderen Termine an. Der September schloss mit 169,50 €/t. Der festere Eurokurs deckelte die Tagesgewinne. Am Hamburger Markt nehmen die Kassa-Preise die etwas freundlicher Börsenstimmung mit, denn die Prämien für Weizen mit 12 Prozent Protein haben sich je nach Geld- oder Briefseite mit 0 bis 1 €/t über Matif-Dezember nicht bewegt.
 
In Chicago profitierten die Weizen-Futures von kleineren Short-Eindeckungen der Fonds und von einem schwächeren US-Dollarkurs. Die Kurse schlossen gut behauptet. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 489.500 t kamen wie erwartet herein.
 
In der EU wurden in dieser Woche neue Exportlizenzen über 538.000 t Weichweizen vergeben, die sich damit in dieser Kampagne auf knapp 3,6 Mio. t summiert haben. Größter Akteur am europäischen Exportmarkt ist zurzeit Rumänien, wo bisher Exportlizenzen von 822.000 t Weizen gezogen wurde. Die deutschen Exporteure halten zurzeit die zweite Position.
 
Keine Exportlizenzen in Frankreich
 
In Frankreich zeigt die schwächste Weizenernte seit 30 Jahren Auswirkungen auf die Weizenausfuhren. In dieser Woche wurden in Frankreich erstmals seit sehr langer Zeit keine Exportlizenzen für Weichweizen gezogen. Agenturberichten zufolge lassen sich für Ende August umfangreiche Ankünfte von Weizen aus anderen EU-Ländern in  den französischen Verladehäfen erwarten. Es wird spekuliert, dass damit möglicherweise  Andienungen auf die Matif-Kontrakten erfüllt werden könnten, zumal die Zahl der offenen Positionen von fast 43.000 Kontrakten für den in drei Wochen auslaufenden September-Kontrakt noch ausgesprochen hoch ist.
 
Die Ukraine rechnet nach Einschätzung des Agrarministeriums mit einer  Rekordgetreideernte von 63 Mio. t und damit 3 Mio. t mehr als im Vorjahr. Die Weizenernte könnte in etwa das Vorjahresergebnis von 26,5 Mio. t erreichen, so die offizielle Prognose. Mit 17 Mio. t könnten die Weizenexporte der Ukraine das Vorjahresergebnis geringfügig übersteigen.
 
Mais: Der Maismarkt gibt derzeit wenig her. Die Maisbestände in Mittleren Westen der USA stehen hervorragend. Dennoch setzte sich die etwas festere Tendenz beim US- Mais mit Kursgewinnen von bis zu 2,6 Cent/bushel fort. Short-Eindeckungen der spekulativen Fonds dürften dahinter stecken. Der September notierte mit 3,32 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 1,2 Mio. t betreffen größtenteils die neue Kampagne, für die alte Ernte fielen sie mit 167.000 t kleiner als erwartet aus.
 
Mais/Gerste: An der Matif schloss Mais für die drei vorderen Termine mit einer Nullnummer. Der November hielt sich bei 166 €/t. Die Maiseinfuhren in die EU sind stetig. In dieser Woche wurden neue Importlizenzen von 118.000 t erteilt. Der Gerstenexport aus der EU startet in diesem Wirtschaftsjahr ausgesprochen schwach. Es wurden gerade einmal 14.000 t neue Exportlizenzen im Wochenverlauf gezogen. (St) 
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